Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

ENGELBERG: Neues Regime für Cars geplant

Der Gemeinderat will den Abschnitt zwischen Kloster und Fussgängerzone in der Dorfstrasse aufwerten. Eine massgebende Rolle spielt dabei die Sicherheit. Das Konzept geht nun in die Vernehmlassung.
Die Fussgängerzone in der Dorfstrasse ist gepflästert. Nun soll der Abschnitt bis zum Kloster ebenfalls gepflästert werden. (Bild: PD)

Die Fussgängerzone in der Dorfstrasse ist gepflästert. Nun soll der Abschnitt bis zum Kloster ebenfalls gepflästert werden. (Bild: PD)

Die momentane Verkehrssituation mit teils wendenden Cars auf Höhe des Schulwegs beim Kloster und auf dem verlängerten Vorplatz der Kirche ist für den Gemeinderat schon länger unbefriedigend. Anregungen, Gesuche oder Unterschriftensammlungen bestätigen, dass auch in der Bevölkerung ein Unbehagen herrscht. Gestern hat der Gemeinderat in einer Medienmitteilung bekannt gegeben, mit welchen Massnahmen er der Problematik entgegentreten will.

So sind ein Carwendeplatz auf dem Parkplatz Pfistermatte sowie eine Begegnungszone in den Bereichen Schuleggstrasse, Gand, Dorfstrasse, Titlisstrasse und Schwandstrasse vorgesehen. «Eine Begegnungszone bringt ­Sicherheit für die Fussgänger und eine qualitative Aufwertung», ist der Gemeinderat laut Mitteilung überzeugt. Zur Erinnerung: In einer Begegnungszone beträgt das Höchsttempo 20 Stunden­kilometer, Fussgänger dürfen die ganze Verkehrsfläche benutzen und sind gegenüber Fahrzeugen vortrittsberechtigt.

Gemeinderat spricht sich für Pflastersteine aus

Auch optisch soll der Abschnitt zwischen dem östlichen Ende der Fussgängerzone und dem Kloster aufgewertet werden. Der Gemeinderat beabsichtigt, mit Pflästerungen zu arbeiten. Die Kosten dafür variieren je nach Ausführungsvariante und können für die Titlis­strasse bis zu 515000 Franken und für den ­Bereich Schuleggstrasse, Gand, Dorfstrasse bis zu 1,7 Millionen Franken betragen. Eine vollständige Pflästerung verursache weit höhere Kosten als eine Teilpflästerung oder andere Gestaltungsvarianten, räumt der Gemeinderat ein. So sei durchaus Spielraum für günstigere Varianten vorhanden. «Dafür würde eine vollständige Pflästerung das Dorfbild und die Aufenthaltsqualität sehr stark aufwerten.»

28 Parkplätze und zwei Bäume müssten weichen

Was die Zufahrt zu dieser Zone betrifft, so sollen Cars künftig davon ausgeschlossen werden. Einzig den Engelberger Autobetrieben sowie dem Zubringer für das Hotel Waldegg wäre die Zufahrt gestattet. Für Reisebusse indes soll künftig ein Wendeplatz auf dem Parkplatz Pfistermatte gegenüber dem Kloster zur Verfügung stehen. Gäste sollen dort ein- und aussteigen können, der längere Fussweg zu Hotels und Restaurants erachtet der Gemeinderat als vertretbar. Der Aufenthalt der Cars auf den drei vorgesehenen Halteplätzen wäre zeitlich begrenzt.

Für die Variante mit dem Wendeplatz müssten laut Konzept zwei Bäume gefällt und 28 Parkplätze aufgegeben werden. Dieser Verlust sei verschmerzbar. «Heute ist der Parkplatz sehr selten ganz gefüllt.» Gleichzeitig sollen die heutigen Barrieren aufgehoben und durch zwei Parkautomaten ersetzt werden. Dies erleichtere grösseren Fahrzeugen die Einfahrt und sei im Unterhalt weniger personalintensiv, wird argumentiert. Die geschätzten Kosten für den Carwendeplatz betragen rund 130000 Franken.

Ein durchgehendes Einbahnregime rund um die geplante Begegnungszone, wie es in der Vergangenheit auch schon diskutiert worden ist, hält der Gemeinderat für wenig realistisch. Dafür sei die Einfahrt in die Titlisstrasse für grössere Fahrzeuge nach wie vor zu eng und die Fahrbahn selbst zu schmal. Deshalb müsse wohl auch in Zukunft ein Grossteil des Verkehrs der Schwand­strasse auf der «Klosterseite» abgewickelt werden.

Kredit soll im November unterbreitet werden

Der Gemeinderat will das Geschäft an die Talgemeinde vom 28. November bringen. Zuvor sollen aber Parteien, weitere Partner und Direktbetroffene im Rahmen einer Vernehmlassung dazu Stellung nehmen können. Der Gemeinderat betont in der Mitteilung, dass die einzelnen Ideen als Gesamtprojekt oder in einzelnen Etappen weiterverfolgt werden können. Für ihn ist aber unbestritten ist, dass alle Massnahmen miteinander zusammenhängen. Man wolle nach Auswertung der Vernehmlassung das weitere Vorgehen bestimmen, heisst es weiter. (red)

Hinweis

Mehr Informationen unterwww.gde-engelberg.ch(Porträt, Aktuelles, Neuigkeiten).

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.