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ENGELBERG: Obwaldner Trophäenschau: Miteinander ist besser als Gegeneinander

«Wunderwerke der Natur» präsentieren die Engelberger Jäger an der Obwaldner Trophäenschau. Dabei sollen auch Leute angesprochen werden, die mit der Jagd sonst nicht viel am Hut haben.
Philipp Unterschütz
OK-Mitglied Werni Hurschler, zuständig für Dekoration und Gestaltung, beim Aufbau der Sonderschau im Sporting Park. (Bild: Beat Christen (Engelberg, 4. April 2017))

OK-Mitglied Werni Hurschler, zuständig für Dekoration und Gestaltung, beim Aufbau der Sonderschau im Sporting Park. (Bild: Beat Christen (Engelberg, 4. April 2017))

Philipp Unterschütz

philipp.unterschuetz@nidwaldnerzeitung.ch

Die Obwaldner Trophäenschau findet nur alle 14 Jahre in Engelberg statt. Klar, dass sich das OK im Klosterdorf viel vorgenommen hat.«Wir wollten etwas anderes machen als alle anderen, erklärt OK-Mitglied Werni Hurschler (61), der für die Dekoration und Gestaltung zuständig ist. «Wir stellen in der Sonderschau die Wunderwerke der Natur im Lauf der vier Jahreszeiten dar.» Es sei eine aufwendige Sache. «Die Tierpräparate – beispielsweise vom Melchtaler Wisi Rohrer – werden in einer natürlich wirkenden Waldlandschaft zu sehen sein. Die Ausstellung wird wirklich sehr schön», freut sich Werni Hurschler.

Das Thema sei nicht zufällig gewählt, sagt OK-Präsident Martin Odermatt. Schliesslich sei gerade Engelberg ein gutes Beispiel dafür, wie Jagd, Schutzzonen und Tourismus erfolgreich aufeinander abgestimmt werden können. «Da ist der Schutz von wertvollen Natur- und Lebensräumen, welche die touristische Nutzung einschränkt. Auf der anderen Seite braucht der Tourismus Räume, um sich entwickeln zu können.»

Intakte Natur für Jäger und Touristen gleich wichtig

Es sei ein jahrelanger Prozess gewesen, in dem sowohl die touristischen Leistungsträger von Engelberg wie auch die Jäger gelernt hätten, dass ein Miteinander mehr bringe als ein Gegeneinander, bilanziert der ehemalige Talammann Odermatt. «Daraus ist ein respektvoller Umgang untereinander entstanden. Wie die Jäger braucht auch der Tourismus eine intakte Landschaft und geschützte Gebiete als Grundlage für eine gesunde Entwicklung.»

Mitten in diesem Umfeld steht auch Werni Hurschler. Der Landwirt und leidenschaftliche Jäger betreibt als Nebenerwerb noch die Alpbeiz Rigidal am Weg zu den SAC-Hütten Brunni und Rugghubel. Für ihn ist klar, dass heute für viele Feriengäste die Schönheit und die Intaktheit der Natur entscheidende Faktoren bei der Wahl ihrer Feriendestination sind. Die kantonale Trophäenschau ist für ihn und die Engelberger Jäger ein willkommener Anlass, um die Anliegen des Natur- und Wildschutzes einer breiten Öffentlichkeit bekanntzumachen. Anwesend sind auch die drei kantonalen Wildhüter, die für Auskünfte zur Verfügung stehen. Gezeigt werden zudem Arbeiten der Engelberger Schuljugend zum Thema Wild und Schutz des Wildes.

An der Trophäenschau werden rund 500 Trophäen zu sehen sein. Das sind fast alle in den vergangenen zwei Jahren im Kanton erbeuteten Trophäen. Sämtliche in Obwalden wohnhaften Jäger sind nämlich verpflichtet, diese mindestens zwei Jahre aufzubewahren und an der Trophäenschau zu zeigen. Ausgenommen sind nur Jäger mit dem Obwaldner Patent, die aber nicht im Kanton wohnhaft sind.

Hinweis

20. Obwaldner Trophäenschau im Sporting Park Engelberg: Ausstellung Freitag, 7. April, 18 bis 23 Uhr; Samstag, 8. April, 10 bis 23 Uhr; Sonntag, 9. April, 10 bis 16 Uhr. Festwirtschaft jeweils von 18 bis 2 Uhr (So 10 bis 16 Uhr).

Hubertusmesse am Sonntag um 10.30 Uhr mit der Jagdhornbläsergruppe Obwalden.

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