ENGELBERG: Rotair: Neu wird die gesamte Gondel drehen

Nächsten Winter fahren neue Rotair-Gondeln auf den Titlis. Skis machen sich dann nicht mehr selbstständig. Und der Ausblick wird noch imposanter.

Geri Wyss
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Aus alt mach neu: Die heutigen Drehgondeln auf den Titlis (links) werden durch neue ersetzt. (Bild: Boris Bürgisser / Visualisierung PD)

Aus alt mach neu: Die heutigen Drehgondeln auf den Titlis (links) werden durch neue ersetzt. (Bild: Boris Bürgisser / Visualisierung PD)

Die Folgen der nächsten Revision der Rotair vom Stand auf den Titlis wird der Gast deutlich wahrnehmen. In den ersten zwei Wochen im November werden die heutigen blau-weissen Drehgondeln durch neue blaue Gondeln ersetzt. «Es ist ein Ersatz der bestehenden Kabinen, die nach 20 Jahren einfach am Ende der Lebensdauer angelangt sind», sagt dazu Norbert Patt, Geschäftsführer der Titlis-Bahnen. Im Dezember 1992 war die Titlis-Rotair als erste drehbare Gondel der Welt in Betrieb genommen worden.

Ganze Gondeln drehen

Die neuen Rotair-Kabinen bringen den Passagieren vor allem mehr Komfort. Heute steht man in der Rotair auf einem Boden, der sich während der Fahrt um eine Achse in der Mitte der Kabine dreht. Wer beispielsweise seine Skis am Fenster anstellt, muss sie rasch wieder in die Hand nehmen, damit sich die Schaufel nicht davon machen will und das Sportgerät umfällt. Die neuen Kabinen, welche wiederum von der Oltner Firma CWA gebaut werden, drehen dann als Ganzes. «Die Säule in der Mitte der Gondel fällt dadurch weg, was den Gästen ein grösseres Raumgefühl vermittelt», blickt Norbert Patt voraus. Auch werden grössere Fensterfronten und ein modernes Interieur «das Fahrerlebnis verbessern». Für die neue Rotair rechnen die Titlis-Bahnen mit Kosten von 2,5 bis 3 Millionen Franken. Auf die nächste Wintersaison hin wird sie in den Seilen hängen.