ENGELBERG: Satelliten zeigen, wo der Schnee fehlt

Satelliten liefern den Titlis-Bahnen neuerdings genaue Daten über die Schneeverhältnisse. Damit sparen die Skipisten- Betreiber Energie und Geld.

Adrian Venetz
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Edwin Hurschler sieht auf dem Bildschirm im Pistenfahrzeug die unterschiedlichen Schneehöhen – alles wird in Echtzeit aktualisiert. (Bild Corinne Glanzmann)

Edwin Hurschler sieht auf dem Bildschirm im Pistenfahrzeug die unterschiedlichen Schneehöhen – alles wird in Echtzeit aktualisiert. (Bild Corinne Glanzmann)

«Nach 200 Metern bitte links abbiegen.» Solche Anweisungen kennt man von GPS-Geräten im Auto. Die Navigation mittels Satelliten wird aber auch andernorts eingesetzt – beispielsweise auf Skipisten. Das Skigebiet Titlis setzt ab dieser Saison erstmals auf Satellitentechnik in Pistenfahrzeugen. Dabei geht es weniger darum, die Männer in den Pistenfahrzeugen durch die Pisten zu lotsen, zumal sie das Skigebiet ohnehin wie die eigene Hosentasche kennen. Viel wichtiger: Dank GPS wissen die Fahrer stets genau, wo wie viel Schnee liegt.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Regionen mit wenig Schnee können gezielt ausgebessert werden. «Wir haben bereits drei unserer acht Pistenfahrzeuge mit der GPS-Technologie Snowsat ausgerüstet», sagt Peter Reinle, Marketingchef der Titlis-Bahnen. «Erst wollen wir einmal Erfahrungen sammeln – und später entscheiden, ob weitere Fahrzeuge dazukommen.»