ENGELBERG: Schulsozialarbeit als dreijähriger Versuch

Sarnen und Alpnach haben sie schon länger. Nun hat auch Engelberg eine Schulsozialarbeiterin, die Probleme in Schulen lösen soll.

Drucken
Teilen
In Alpnach hat man mit der Schulsozialarbeit bereits gute Erfahrungen gemacht. (Archivbild pd)

In Alpnach hat man mit der Schulsozialarbeit bereits gute Erfahrungen gemacht. (Archivbild pd)

Die Schulkinder kommen untereinander nicht zurecht, streiten sich, es gibt Mobbing. Ein Schüler hat Probleme mit Lehrer oder Eltern. Ein Lehrer ist mit einem verhaltensauffälligen Schüler überfordert. Dies sind ein paar Beispiele, bei denen ein Schulsozialarbeiter zum Zug kommen könnte. Viele Schweizer Gemeinden und Städte kennen diese Institution bereits, darunter auch Alpnach und Sarnen.

Seit diesem Schuljahr hat auch Engelberg eine Schulsozialarbeit eingeführt. Mit der Aufgabe wurde Rosmarie Koerdt betraut, Sozialdienstleiterin in Engelberg. Als offene Person sei sie für diesen Job geeignet, denn sie könne auf die Leute zugehen, meint Frau Talammann Martha Bächler.

Eine Anlaufstrelle für Schüler, Eltern und Lehrer
Gedacht ist die Institution für alle, nicht nur für die fast 400 Schüler der Dorf- und Sekundarschule. Auch Eltern und Lehrer können von diesem Beratungs- und Betreuungsangebot Gebrauch machen. Die Sozialarbeiterin arbeitet in Kriseninterventionen mit und vermittelt bei Bedarf auch an weitere Fachstellen. Mit diesem neuen, niederschwelligen Angebot wolle man allfällige Probleme am Schopf packen, meint Bächler.

Über Erfahrungen der ersten rund zwei Monate möchte sie sich aus Diskretionsgründen nicht äussern, ebenso wenig über Art und Anzahl der Fälle. «Vertrautheit schreiben wir bei diesem Posten sehr gross.» «Solche Einrichtungen brauchen eine Anlaufphase», darum werde diese Institution vorderhand als dreijährige Projektphase geführt. Dann werde definitiv entschieden, ob ein Bedürfnis für eine solche Institution bestehe.

Matthias Piazza

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Obwaldner Zeitung.