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ENGELBERG: Schwimmbad-Standort scheidet Geister weiterhin

Der Sporting-Park soll in eine Aktiengesellschaft ausgelagert und die Turnhalle verlegt werden. In diesen Punkten gehen die Bürger mit dem Gemeinderat einig. Anders sieht es beim Schwimmbad aus.
Das Schwimmbad Sonnenberg. (Bild: PD)

Das Schwimmbad Sonnenberg. (Bild: PD)

Was hält das Volk von den Plänen des Gemeinderats, den Sporting-Park in eine Aktiengesellschaft auszulagern und die Turnhalle an einem neuen Ort zu bauen, dafür das Schwimmbad beim Sporting-Park anzusiedeln? Bevor der Gemeinderat mit einer konkreten Vorlage an die Urne geht, lancierte er im vergangenen Sommer eine Vernehmlassung, um den Puls des Volkes zu diesen Fragen zu fühlen.

Nun liegen die Ergebnisse der breit angelegten Bevölkerungsumfrage vor. 20 Vereine, Institutionen und Parteien und 36 Privatpersonen retournierten den Fragebogen. Talammann Alex Höchli spricht von einem erfreulich hohen Rücklauf. «Das zeigt uns, dass die Engelberger die Form der Vernehmlassung schätzen.»

Knacknuss Schwimmbad

Die Standortfrage für das Schwimmbad kristallisiert sich dabei als Knacknuss heraus. Während eine klare Mehrheit der Parteien, Vereine und Institutionen eine Verlegung vom jetzigen Standort Sonnenberg zum Sporting-Park befürwortet, lehnen Privatpersonen eine Verlegung mehrheitlich ab. Auch eine kürzlich eingereichte Petition mit 578 Unterschriften zielt in diese Richtung. Sie verlangt, dass sowohl das Aussen- wie auch das Hallenbad am Standort Sonnenberg erhalten bleiben. Dies, obwohl sich 2012 die Engelberger an der Urne für den Standort Sporting-Park ausgesprochen hatten – allerdings mit einem hauchdünnen Mehr von 23 Stimmen (689 Ja zu 666 Nein).

Standortfrage steht wieder zur Diskussion

«Die Antworten aus der Vernehmlassung und die Petition können wir nicht ignorieren, trotz des Urnenentscheids. Wir sind offen für alle Optionen», ist für Talammann Alex Höchli klar. «Wir wollen darum die Standortfrage nochmals eingehender diskutieren, bevor wir mit einem Wettbewerbskredit vors Volk ­gehen. So können wir auch verhindern, dass das ganze Projekt gefährdet ist, nur weil das Volk mit dem Schwimmbad-Standort beim Sporting-Park nicht ein­verstanden ist.» Man wolle ­möglichst wenig Zeit verlieren, zumal beim rund 90-jährigen Schwimmbad grosse Investitionen anstünden.

Unbestrittener ist das Ansinnen des Gemeinderates, den Sporting-Park in eine privatrechtlich organisierte Aktiengesellschaft auszulagern, welche mehrheitlich durch die Gemeinde Engelberg kontrolliert wird. 16 von 20 Institutionen und ein Drittel der Privatpersonen stehen dahinter. Auch die Entflechtung von Sporting-Park und Turnhalle, sprich, dass die Turnhalle an einem anderen Ort gebaut werden soll, kommt in der Vernehmlassung gut weg. Ursprünglich sollte eine Dreifachturnhalle beim Sporting-Park gebaut werden. Der Gemeinderat sah aus betrieblichen Gründen jedoch davon ab. Auch gehöre eine Turnhalle eher zum Grundangebot für die Engelberger – im Gegensatz zum Sporting-Park, dessen Angebot sich an Touristen und Einheimische richte –, hiess es damals. Nun will der Gemeinderat die Rahmenbedingungen für den Wettbewerbskredit definieren, über den das Volk im Frühjahr 2018 abstimmen soll.

Matthias Piazza

matthias.piazza@obwaldnerzeitung.ch

Eishockeyspieler trainieren im Sporting-Park. (Bild: Corinne Glanzmann)

Eishockeyspieler trainieren im Sporting-Park. (Bild: Corinne Glanzmann)

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