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ENGELBERG: So viele Männer wie noch nie lassen ihre Bärte schneiden

Noch nie liessen sich so viele Männer an der Bartabhauätä ihre Bärte schneiden wie in diesem Jahr. Und noch nie wog ein Bart so viel wie jener des Luzerners Richi Bieri.
Beat Christen
Gewinner Richi Bieri geht es an den Bart. (Bild: Beat Christen (Engelberg, 28. Oktober 2017))

Gewinner Richi Bieri geht es an den Bart. (Bild: Beat Christen (Engelberg, 28. Oktober 2017))

Beat Christen

redaktion@obwaldnerzeitung.ch

Wer in den letzten Jahren glaubte, dass die Engelberger Bartabhauätä nicht mehr zu toppen sei, wurde am Samstagabend im Saal des Hotels Bellevue-Terminus eines Besseren belehrt. 87 Männer trennten sich von ihren Bärten – neuer Teilnehmerrekord. Doch nicht allen fiel das Schneiden der Barthaare gleich leicht. Da gab es schon einige, die taten sich schwer und trösteten sich damit, dass der Bart ja wieder nachwächst. Und es gab jene, die nur einmal im Jahr einen Rasierapparat oder eine Schere an ihre Barthaare lassen, und zwar an der Bartabhauätä. «In der Zwischenzeit haben wir doch einige Stammgäste», stellte OK-Präsident Matthias Hurschler fest. Was ihn besonders freute: «Praktisch alle Vorjahressieger machten wieder mit.»

Total fast ein Kilo Barthaare

Gewogen wurden die abgeschnittenen Barthaare dank einer Präzisionswaage auf das Tausendstelgramm genau. Und so kamen im Laufe des Abends total über 880 Gramm zusammen. Natürlich wurde auch wieder darüber diskutiert, ob nun helle oder dunkle Barthaare mehr Gewicht auf die Waage bringen. Das interessierte den aus dem luzernischen Nunwil angereisten Richi Bieri herzlich wenig. «Ich bin froh, wenn der Bart jetzt endlich wegkommt.»

Während der vergangenen zehn Monate hatte er diesen wachsen lassen und jeweils nur um die Mundpartie herum etwas mit der Schere nachgeholfen, «damit ich wenigstens einigermassen anständig essen konnte». 27,293 Gramm zeigte schliesslich die Waage an. Auch das war am Samstagabend ein neuer Rekord. Überhaupt schien es, dass die Bärte in diesem Sommer besonders gut sprossen. Auf jeden Fall hätte das letztjährige Siegergewicht am Samstagabend nicht für einen Podestplatz gereicht.

Aber eigentlich war das nur zweitrangig. «Wir machen in erster Linie mit, um einen lustigen und gemütlichen Abend zu erleben», lautete das Motto der Mehrheit der Teilnehmer. Einige kündigten bereits an, sie seien auch im nächsten Jahr wieder mit von der Partie, ganz nach der ­Devise: «Nach der Bartabhauätä ist vor der Bartabhauätä.» Und ja – einige der Teilnehmer sahen nach der Rasur viel jünger aus. «Nach der letztjährigen Bartabhauätä haben mich einige der Dorfbewohner nicht mehr erkannt», erzählte Bernhard Feutz aus Habkern im Berner Oberland. Feutz gehört wie viele Teilnehmer zum Kreis der Wiederholungstäter und dürfte im nächsten Jahr wohl wieder den Weg über den Brünigpass nach Engelberg unter die Räder nehmen.

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