ENGELBERG: Strommasten schweben ihrem Ende entgegen

Die Strommasten zwischen Obermatt und dem Klosterdorf haben ausgedient. Nun müssen sie der Natur weichen.

Oliver Mattmann
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Arbeiter lösen die einzelnen Mastenteile, bevor diese mit dem Heli abtransportiert werden. (Bilder Oliver Mattmann)

Arbeiter lösen die einzelnen Mastenteile, bevor diese mit dem Heli abtransportiert werden. (Bilder Oliver Mattmann)

Die drei Energieversorger ewl energie wasser luzern (ewl), das Kantonale Elektrizi-tätswerk Nidwalden (EWN) und das Elektrizitätswerk Obwalden (EWO) wollen nicht nur die Stromversorgung im Gebiet Engelberg, Dallenwil, Alpnach, Hergiswil bis nach Horw langfristig sichern, sondern setzen sich auch nachhaltig für die Natur ein. (Bild: PD / Stefano Schröter)
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Am Dienstag, 2. Juni, wurden die nicht mehr benötigten Gittermasten zwischen Engelberg und Obermatt abtransportiert. (Bild: PD / Stefano Schröter)
Im steilen Waldgebiet Ghärst wurden die 25 Meter hohen Gittermasten per Helikopter abtransportiert. (Bild: Oliver Mattmann / Neue OZ)
In präzischer Vorarbeit lösten Mitarbeiter des Elektrizitäswerk Obwalden die Verankerungen. (Bild: PD / Stefano Schröter)
Das Stahlgerüst ist bis zu 2,2 Tonnen schwer. (Bild: PD / Stefano Schröter)
Im Einsatz: Ein Helikopter der Marke Kaman K-Max K1200. (Bild: Oliver Mattmann / Neue OZ)
Durch den Bau von erdverlegten Leitungen werden laut Angaben der drei Energieversorger die Kapazitäten gesichert und die Effizienz gesteigert. (Bild: Oliver Mattmann / Neue OZ)
Zum Schutz der Natur werden die Strommasten rückgebaut. (Bild: Oliver Mattmann / Neue OZ)
Die Gesamtinvestitionen belaufen sich auf 20 Millionen Franken. (Bild: Oliver Mattmann / Neue OZ)
Insgesamt werden 23 Kilometer Freileitungen zurückgebaut und 20 Kilometer neue erdverlegte Leitungen gebaut. (Bild: Oliver Mattmann / Neue OZ)
Das Netz soll Ende 2015 in Betrieb gehen. (Bild: Oliver Mattmann / Neue OZ)

Die drei Energieversorger ewl energie wasser luzern (ewl), das Kantonale Elektrizi-tätswerk Nidwalden (EWN) und das Elektrizitätswerk Obwalden (EWO) wollen nicht nur die Stromversorgung im Gebiet Engelberg, Dallenwil, Alpnach, Hergiswil bis nach Horw langfristig sichern, sondern setzen sich auch nachhaltig für die Natur ein. (Bild: PD / Stefano Schröter)

Nach und nach verschwinden in Engelberg, Dallenwil, Alpnach und Hergiswil bis Horw Strommasten von der Bildfläche verschwinden. Die drei Stromunternehmen Elektrizitätswerk Obwalden (EWO), Elektrizitätswerk Nidwalden (EWN) und Energie Wasser Luzern (EWL), welches das Kraftwerk Obermatt betreibt, bauen gemeinsam erdverlegte 50-Kilovolt-Leitungen, die im Vergleich zu Freileitungen über höhere Kapazitäten verfügen.

Im Abschnitt zwischen Obermatt und Engelberg sind die unterirdischen Leitungen bereits in Betrieb. Deshalb ging es am Montag vier ausrangierten Masten an den Kragen. Deren Teile wurden von Arbeitern in schwindel erregender Höhe gelöst und schliesslich von einem Helikopter abtransportiert. Ein Einsatz mit dem Heli wurde unumgänglich, weil sich die Masten im unwegsamen Gelände befinden.

Beim Projekt werden in mehreren Etappen insgesamt 23 Kilometer Freileitungen zurückgebaut und 20 Kilometer neue erdverlegte Leitungen gebaut. Das Vorhaben kostet insgesamt 20 Millionen Franken.