ENGELBERG: Strongman Run: 7'080 Läufer stellten sich härtestem Hindernislauf aller Zeiten

Im Klosterdorf Engelberg sind am Samstag 7'080 Läufer zum Strongman Run gestartet. Sie kämpften sich durch Schlamm, überwanden Hindernisse und den inneren Schweinehund.

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Die Hindernisläufer mussten unter anderem über Reifenbalken springen. (Bild: PD)

Die Hindernisläufer mussten unter anderem über Reifenbalken springen. (Bild: PD)

Dieses Rennen ist nur etwas für Hartgesottene. Am Samstag sind 7‘080 Läuferinnen und Läufer am 5. Strongman Run 2017 in Engelberg gestartet. Auf einer 18 km langen Strecke bezwangen die Läufer 40 Hindernisse, die noch nie so hart waren wie dieses Jahr. Das teilen die Veranstalter mit. Der Lauf war erneut ausverkauft und der Teilnehmerrekord von 2015 konnte geknackt werden.

Über 23’000 Zuschauer feuerten die Läufer an und sorgten vor allem im Dorfkern für fantastische Stimmung. Die Strecke schlängelte sich zum ersten Mal direkt durch das charmante Bergdorf hindurch.

Die Läufer kämpften sich beim Hindernis «Simi Rückwärts» die Titlisschanze hoch und überwanden bei der «Knochenmühle» mit viel Koordination und Kraft in den Armen von Autoreifen umgebene Baumstämme (siehe Bild).

Die Teilnehmer kämpften sich durch den Fluss und durch Schlamm. Das Hindernis «Röschtigraben» sorgte für den schwersten Moment auf der Strecke. Laufend und schwimmend durchquerten die Teilnehmer das Hindernis aus eiskaltem Wasser.

Indianer und Ballerinas

Der Dreck und die Nässe hielt die Läufer nicht davon ab, sich in Schale zu werfen: Je kreativer und ausgefallener das Kostüm, desto höher der Spassfaktor – auch für die Zuschauer. In der Menge aufgefallen sind zum Beispiel die Indianer, Ballerinas oder die Baywatch Rettungsschwimmer.

Das sind die Gewinner

Als spektakulärer Abschluss des Laufes gab es für jeden Finisher seinen persönlichen ‚Hero Moment‘: Über eine Rutsche gelangten die Teilnehmer ins Ziel zu den jubelnden Zuschauern. Die ersten, die das letzte Hindernis überwunden haben, wurden direkt nach dem Lauf an der Siegerehrung mit einem Pokal geehrt.

Bei den Männern gewann Sven Lusti (CH / 1:37:42), bei den Frauen war Sandrine Müller (CH / 1:57:20) die Erste im Ziel. Silvan Ullmann (CH / 1:39:26) und Christian Büchi (CH / 1:41:46) konnten sich die Podestplätze zwei und drei bei den Männern sichern. Bei den Frauen schafften es Lea Fischer (CH / 2:00:46) und Stéphanie Audiaz (CH / 2:03:15) auf den zweiten und dritten Platz.

Doch geht es beim Lauf natürlich nicht um die Zeit, sondern darum, das Ziel überhaupt zu erreichen. Neben Ruhm und Ehre erhielt jeder Strongman Run Finisher eine Medaille, sowie das legendäre Finisher-Shirt und konnte sich an der AfterRun-Party gebührend feiern lassen.

pd/nop

Kletterpartie über Reifen. (Bild: Roger Grütter (Engelberg, 3. Juni 2017))

Kletterpartie über Reifen. (Bild: Roger Grütter (Engelberg, 3. Juni 2017))