ENGELBERG: Talentschmiede lädt zum Schwitzen und Feiern

Seit 20 Jahren gibt es die Sportmittelschule. Gestern wurde das Jubiläum gefeiert – und gleich auch das neue Internat eingeweiht.

Merken
Drucken
Teilen
Achtung, fertig, los: Ski-alpin-Schüler Elias Ott (rechts) mass sich gestern im Bauchmuskeltraining mit dem ehemaligen Schüler Marco Schwager (links); Trainer Raphael Suppiger (Mitte) feuerte sie an. (Bild Roger Grütter)

Achtung, fertig, los: Ski-alpin-Schüler Elias Ott (rechts) mass sich gestern im Bauchmuskeltraining mit dem ehemaligen Schüler Marco Schwager (links); Trainer Raphael Suppiger (Mitte) feuerte sie an. (Bild Roger Grütter)

Silvan Zurbriggen, Fränzi Aufdenblatten und natürlich Dominique Gisin: Wenn diese ehemaligen Spitzensportler von ihren Jugendjahren erzählen, kommen sie rasch auf Engelberg zu sprechen. Sie alle besuchten hier die Sportmittelschule, wo sie neben dem strengen Skitraining auch ihre schulische Ausbildung absolvieren konnten. Nach einem Sekundarschuljahr können sich die jungen Talente entscheiden, ob sie das Gymnasium oder die kaufmännische Grundbildung absolvieren möchten – beide Wege bietet die Schule an.

6,3 Millionen für neues Internat

Gestern hatte die Sportmittelschule doppelten Grund zur Freude. Sie feierte zum einen ihr 20-Jahr-Jubiläum mit einem Volksfest. Zum andern konnte sie ihr neues Internatsgebäude einweihen: 6,3 Millionen Franken hat die Sportmittelschule – heute tritt sie in der Form einer AG auf – in den fünfstöckigen Bau investiert. Das neue Internatsgebäude bietet 88 jungen Sportlern Platz. «Es ist ein grosser Schritt für unsere Schule – wir haben nun mehr Platz und mehr Komfort», sagt die Internatsleiterin Sandra Marti. Der Umzug aus den alten Räumen – darunter Internatszimmer im Klosterhof – in den Neubau erfolgt ab nächster Woche. 92 Wintersporttalente besuchen in diesem Jahr die Sportmittelschule, 80 davon sind Internatsschüler.

Peter Urs Naef, Verwaltungsratspräsident der Sportmittelschule, konnte gestern nicht nur viele Einheimische zum Jubiläum begrüssen, sondern auch eine illustre Schar Polit- und Sportprominenz. «Ein absoluter Höhepunkt für unsere Schule waren die Olympischen Spiele in Sotschi», blickte Naef auf die Geschichte der Schule zurück. Tatsächlich: Nicht weniger als sieben Absolventen und vier aktive Schüler der Engelberger Talentschmiede waren in Russland am Start.

Ziel: Weltcup und Olympiade

Seit Sotschi prangt mit dem Olympiagold von Dominique Gisin ein besonders heller Stern über der Sportmittelschule. Wie ihre jüngeren und noch immer im Spitzensport aktiven Geschwister Marc und Michelle besuchte auch Dominique die Sportmittelschule. Die drei Engelberger gehörten dabei zu den wenigen externen Schülern. Spitzenleistungen «made in Engelberg» in den Disziplinen Ski alpin, Snowboard, Skicross, Freeski, Langlauf und Biathlon spornen die jungen Hoffnungsträger an der Sportmittelschule immer wieder an. «Wer nach Engelberg kommt, will an den Weltcup und an die Olympiade», so Peter Urs Naef. «Für dieses Ziel geben unsere Schüler alles.»

Adrian Venetz