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ENGELBERG: Tiefer Grundwasserspiegel bremst Aushubarbeiten

Der Grundwasserpegel ist so tief wie selten. Das hat einschneidende Konsequenzen für die Tiefbauarbeiten des Hotels Titlis-Palace.
Marion Wannemacher
Die Baugrube des geplanten Fünfsternehotels Titlis-Palace in Engelberg. (Bild: PD)

Die Baugrube des geplanten Fünfsternehotels Titlis-Palace in Engelberg. (Bild: PD)

Marion Wannemacher

marion.wannemacher@ obwaldnerzeitung.ch

«Die Natur hat in Engelberg schon immer gesagt, wo es langgeht, und nicht der Mensch», sagt Beat Christen. Er ist Projektsprecher des Fünfsternehotels Titlis-Palace, das derzeit im Dorfkern gebaut wird. «Warum geht es beim zweiten Baufeld mit dem Aushub so langsam voran?», wird sich der eine oder andere vielleicht schon gefragt haben. Ganz einfach, die Natur spielt dem Bauvorhaben derzeit sozusagen einen Streich. Seit Herbst vergangenen Jahres herrscht eine anhaltende Trockenheit. «Für diese Jahreszeit steht das Grundwasser in Engelberg ungewöhnlich tief. Nach Auskunft von Geologen ist der Grundwasserspiegel auf einem seit fast zwei Jahrzehnten noch nicht erreichten Tiefstand», erklärt Christen.

Dies führe zwar nicht zu Problemen für die Gemeinde Engelberg, hat aber Folgen für die Baustelle des Titlis-Palace: «Die Aushubarbeiten kommen nur schrittweise voran. Denn das Wasser, das aus der Baugruppe gepumpt wird, läuft aus der Umgebung in die Baugrube.» Acht Rückgabebrunnen, vier davon im Kurpark, geben das aus der Baugrube gepumpte Wasser auf natürlichem Weg wieder in den Wasserkreislauf zurück. «Diese Massnahme ist wichtig, damit es nicht zu Setzungen kommt», erklärt Beat Christen. So komme man nur Schritt für Schritt voran, je nach Witterung.

Messstellen geben Auskunft über Grundwasserspiegel

Normalerweise hat Engelberg einen relativ hohen Grundwasserspiegel. Sogenannte Piezometer, hochsensible Messstellen, geben Auskunft über dessen Stand, schlagen im Zweifelsfall Alarm, wenn es beim Grundwasserspiegel Veränderungen gibt. Durch Sondierungen hatte man im Vorfeld Schlüsse über die Bodenbeschaffenheit ziehen können.

Auf kleiner Distanz präsentieren sich laut Beat Christen im Baugrund grosse Unterschiede. Im hintersten Baufeld trafen die Bauarbeiter eine Kiesschicht an, durch die das Grundwasser lediglich abläuft. Gerade 20 Meter weiter ist das Erdreich mit verschiedenen Lehmschichten durchsetzt, die eine natürliche Barriere für die Grundwasserströme bilden. Der tiefe Grundwasserspiegel führt auf der 3000 Quadratmeter grossen Baustelle für den Neubaubereich mitten im Dorfkern zu Verzögerungen. Ziel sei, den Rohbau bis Sommer 2018 abzuschliessen, betont der Projektsprecher. Die Eröffnung des Fünfsternehotels wird in rund zwei Jahren erfolgen.

In der Planung hingegen sei man auf Kurs, informiert Christen. Auch dem Wunsch der Denkmalpflege, die Fassadengestalttung beim Neubau zu überarbeiten, habe man entsprochen. Die bei den Einsprachen kritisierten Glasaufbauten im Bereich des Neubau-Dachfirstes sind nun aus der Planung gestrichen.

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