ENGELBERG: Titlis: Die Gletschergrotte ist gefährdet

Der Gletscher auf dem Titlis schmilzt, die Prognosen der Experten sind düster. Auch die Zukunft der Gletschergrotte ist ungewiss – deshalb greifen die Titlis-Bahnen nun ein.

Geri Wyss
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Beliebtes Touristenmagnet: die Gletschergrotte auf dem Titlis. (Bild: pd)

Beliebtes Touristenmagnet: die Gletschergrotte auf dem Titlis. (Bild: pd)

Der Gletscher hat in den vergangenen 30 Jahren schätzungsweise um einige zehn Meter an Mächtigkeit verloren», sagt Peter Reinle, Mediensprecher der Titlis-Bahnen. Seit Jahren kämpft das Unternehmen gegen die fortschreitende Schmelze, die auch vor der Gletschergrotte nicht Halt macht. Mit Zufuhr von Wasser und Schnee wird versucht, die Grotte in Schuss zu halten. Und ein Kühlaggregat stand rund zehn Jahre im Einsatz. Nun müssen die Bahnen noch einen drauflegen. «Die bisherigen Massnahmen waren zu wenig erfolgreich», sagt Reinle.

Die Gletschergrotte erhält unter anderem ein neues Kühlaggregat und eine neue Lüftung. Neu wird die Gletschergrotte zudem auch permanent mit Feuchtigkeit versorgt. Damit soll die Eisqualität verbessert werden. Ein vergleichbares System gibt es im Eispalast auf dem Jungfraujoch. Wie Peter Reinle auf Anfrage der Zentralschweiz am Sonntag erklärt, sind Projekte für «mehrere hunderttausend Franken» geplant. Damit soll der Zugang zur Grotte zumindest für die nächsten zehn Jahre gesichert sein.

Kritik vom Landschaftsschutz

Die Bestrebungen, die Grotte durch Kühlen und Befeuchten zu erhalten, werden jedoch nicht überall begrüsst. Die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz kritisiert das Sanierungsprojekt. Dadurch entstehe am Titlis eine «vorübergehende Kunstwelt mit Scheinerlebnissen».

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