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ENGELBERG: Titlis-Gondeln kollidieren mit Tannen

Titlis-Gondeln machen unliebsame Bekanntschaft mit Bäumen. Die Gäste kommen mit dem Schrecken davon. Nun wird abgeklärt, was zur Kollision geführt hat.
An dieser Stelle auf der Strecke zwischen Gerschnialp und Trübsee kamen Gondeln in Kontakt mit Baumwipfeln. (Bild: Yves Hüsler/PD)

An dieser Stelle auf der Strecke zwischen Gerschnialp und Trübsee kamen Gondeln in Kontakt mit Baumwipfeln. (Bild: Yves Hüsler/PD)

Primus Camenzind

Eine turbulente Fahrt in einer Titlis-Gondel hat am Samstagmorgen der Einheimische Yves Hüsler erlebt. Der 38-Jährige befand sich mit vier Gästen aus Schweden auf der Fahrt in Richtung Trübsee. In der Waldschneise nach der Ausfahrt aus der Station Gerschnialp bemerkte Hüsler, dass das Zugseil um einige Meter tiefer lag als üblich. «Die Gondel vor uns kollidierte deswegen etwa 200 bis 300 Meter nach der Ausfahrt mit der Krone einer Tanne», teilte er unserer Zeitung am Telefon mit.

Es entstanden nach Hüslers Aussagen erhebliche Schwingungen in den Seilen, die dann auch seine Gondel erfassten und sie mit derselben Baumgruppe kollidieren liessen. «Uns hat es regelrecht aufgestellt, wir schwangen auch hin und her es war krass.» Hüsler will beobachtet haben, dass die nachfolgenden vier Gondeln ebenfalls mit der Baumgruppe in Berührung kamen. «Dann stoppte die Bahn», erklärt der leidenschaftliche Snowboarder.

Bestand Absturzgefahr?

Peter Reinle, Mediensprecher der Titlis-Bahnen, bestätigt auf Anfrage den Zwischenfall vom Samstag kurz vor 9 Uhr, als sich knapp 200 Gäste in den Gondeln zwischen Gerschnialp und Trübsee befanden. «Die eventuell zu tief hängende Gondel kollidierte mit einem Baum, wurde dadurch für einige Augenblicke zurückgehalten, schwappte dann über den Wipfel der Tanne und verursachte so eine extreme Seilschwingung», erklärt er. Dieser Vorgang vermochte den Bruchstab am Masten zu knicken. «Das ist eine Sicherung, die den Notstopp auslöst», gibt Reinle zu verstehen.

Weshalb die Bahn jedoch erst anhielt, nachdem weitere Gondeln mit den Bäumen in Berührung gekommen waren, begründet er so: «Die Seilbahnüberwachung reagiert zuerst auf Seilentgleisungen, und eine solche hat nicht stattgefunden.» Erst in zweiter Linie reagiere das System auf andere Einflüsse. «Deshalb gab es diese Verzögerung und eine zweite Kollision.» Gefahr, dass eine der Gondeln abstürzen könnte, bestand nicht. Aufgrund der Sicherheitsmechanismen der Bahn sei dies ausgeschlossen, so Reinle. Berührungen weiterer Gondeln, wie von Yves Hüsler beobachtet, konnte er nicht bestätigen.

Bahn fuhr nach 80 Minuten wieder

Mitarbeiter der Titlis-Bahnen rückten nach dem Notstopp unverzüglich aus und fällten die behindernden Bäume. Eine Evakuierung der Gondeln stand nie im Raum. Rund 80 Minuten dauerte es, bis der Betrieb wieder aufgenommen werden konnte, nachdem die Strecke entleert und die ausharrenden Fahrgäste in die Station gebracht worden waren. «Es wurde niemand verletzt, und auch die Bahn nahm keinen Schaden», so der Mediensprecher der Titlis-Bahnen.

Zu den möglichen Ursachen sagt Reinle: «Wir klären den Zwischenfall gegenwärtig gründlich ab. Es ist denkbar, dass die grosse Schneelast die Bäume in die Fahrbahn der Gondeln gedrückt hat.» In der Regel entlasten die Titlis-Bahnen in solchen Waldschneisen bei lange andauernden Schneefällen mit Hilfe eines Helikopters die Bäume von ihrer Last. Und: Es würden auch immer wieder Bäume aus der Schneise genommen, so Peter Reinle.

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