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ENGELBERG: Titlis Xpress besteht seine Feuertaufe

Der Titlis Xpress hat problemlos Fahrt aufgenommen. Die Wartezeiten haben sich auch bei Gross­andrang massiv verkürzt.
Philipp Unterschütz
Die Gondelbahn Titlis Xpress hat die ersten Betriebswochen tadellos gemeistert und erfüllt die Erwartungen. (Bild Roger Grütter)

Die Gondelbahn Titlis Xpress hat die ersten Betriebswochen tadellos gemeistert und erfüllt die Erwartungen. (Bild Roger Grütter)

Philipp Unterschütz

Keinerlei technische Schwierigkeiten und keine Stillstände der Bahn aus technischen Gründen – der Titlis Xpress läuft seit zweieinhalb Monaten tadellos. Seit der Inbetriebnahme am 12. Dezember bis zum 24. Februar hat die neue Gondelbahn bereits 295 000 Gäste befördert. Das sind rund 10 000 Personen weniger als im gleichen Zeitraum im Vorjahr mit der alten Bahn. Schuld daran seien neben der schwierigen Marktsituation hauptsächlich die schlechten Wetterverhältnisse, sagt Peter Reinle, Marketingleiter der Titlis-Bahnen. «Auf der zweiten Sektion Trübsee–Stand, deren Lage wetterexponierter ist, mussten wir wegen Wind im Januar und Februar den Betrieb an sechs Tagen einstellen, und die Gäste mussten mit der Pendelbahn von Trübsee auf den Stand fahren.» Das sei viel öfter als in vergangenen Jahren, normal seien 10 bis 15 Windtage pro Jahr. Die Bahn habe sich aber als sehr windstabil erwiesen. «In Anbetracht der schwierigen Verhältnisse sind wir mit der laufenden Wintersaison zufrieden. Auch die Umsätze der Gastronomie bewegen sich knapp auf Vorjahreskurs«, so Reinle weiter.

Wartezeiten maximal 10 Minuten

Die Gondelbahn Titlis Xpress an sich habe die Erwartungen sogar übertroffen, meint Peter Reinle. «Die alte Gondelbahn, die wir im Winter 1984/85 in Betrieb nahmen, stand anfänglich einige Male still. Wir waren deshalb schon gespannt, schliesslich handelt es sich beim Titlis Xpress um eine hoch komplexe Bahn», betont Reinle. «Die verantwortlichen Bahnbauer und unser Personal haben beim Titlis Xpress wirklich einen tollen Job gemacht.» Positive Resonanz gibt es auch von Seiten der Gäste. Die kurze Fahrzeit, das Entfallen des Umsteigens auf Trübsee und die verkürzten Wartezeiten würden am meisten gelobt. «Auch an Tagen mit Grossandrang gab es tatsächlich nur sehr kurze Wartezeiten von maximal 10 Minuten. Das grösste Gedränge gibt es am Morgen kurz vor Betriebsbeginn um 8.30 Uhr. Dieser Stau löst sich jeweils nach einer knappen halben Stunde auf», sagt Peter Reinle und meint, die beste Zeit um auf den Berg zu gehen, sei deshalb kurz vor 9 Uhr.

Optimierungspotenzial nützen

Der Ansturm der Wintersportler mit ihren Geräten ist denn auch einer der anspruchsvollsten Bereiche im Betriebsablauf und für das Personal. Gäste berichten, dass sich unmittelbar nach der Öffnung am Morgen jeweils ein heftiges Gedränge entwickle. Es werde gedrückt, gestossen und immer wieder fallen Bahnbenützer durch rücksichtsloses und gar aggressives Verhalten auf. Zu Stau kommt es an der Talstation im Bereich der Treppe und der Rolltreppe. «Wir versuchen, alle Leute über die Rolltreppe zu den Gondeln zu bringen. Sobald es aber oben vor dem Drehkreuz staut, reduziert die Rolltreppe automatisch die Geschwindigkeit oder bleibt stehen. Leider missachten etliche Skifahrer die gesperrte Fusstreppe und gehen trotzdem dort hoch, was zu mehr Stau vor dem Drehkreuz führt», sagt Peter Reinle. Wenn er hier von Stau rede, meine er um die 5 Minuten, und das sei bei weitem nicht vergleichbar mit den Zuständen bei der alten Gondelbahn. Auch das Einsteigen von acht Wintersportlern mit Geräten pro Gondel gelinge nicht immer, wenn die Bahn mit voller Geschwindigkeit fahre. Man sei daran, Erfahrungen zu sammeln und Verbesserungen umzusetzen. «Als Sofortmassnahme haben wir bereits den Zugang mit Absperrbändern optimiert. Im Frühling werden wir zudem die Drehkreuze so versetzen, dass der Gästefluss optimal auf den Einsteig gelenkt wird.»

Weiteres Optimierungspotenzial sehen die Titlis-Bahnen bei der Station Stand. Hier sollen bauliche Massnahmen mehr Stauraum für die Gäste Richtung Titlis schaffen. Noch nicht glücklich sei man zudem mit dem Skidepot in der Talstation. «Für nächstes Jahr wollen wir eine Lösung finden, damit die Benützer der Skidepots direkteren Zugang zur Bahn haben», verspricht Peter Reinle.

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