Frutt-Titlis-Hasliberg
Zusammenlegung dreier Skigebiete: Die SP Obwalden fordert Projektstopp

Die SP Obwalden will nichts wissen von einer möglichen Verbindung der Tourismusregionen Engelberg-Titlis, Melchsee-Frutt und Meiringen-Hasliberg. Die angedachten Varianten zur Verbindung der Regionen seien weder nachhaltig noch wünschenswert.

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Skifahrer mit Atemschutzmaske fahren mit dem Sessellift «Ice Flyer» auf dem Titlis.

Skifahrer mit Atemschutzmaske fahren mit dem Sessellift «Ice Flyer» auf dem Titlis.

Bild: Alexandra Wey/Keystone (Dienstag, 10. November 2020)

Die SP Obwalden verlangt die definitive Aufgabe des Projekts zur Verbindung der Tourismusregionen Engelberg-Titlis, Melchsee-Frutt und Meiringen-Hasliberg. Aus Sicht der SP Obwalden ist die physische Verbindung der Tourismusregionen weder nachhaltig noch zukunftsfähig. Die SP ist erstaunt, dass bei der Frage der gemeinsamen Weiterentwicklung der Tourismusregionen nach wie vor die Idee eines «Schneeparadieses» vorherrschend ist. «Wir teilen die Einschätzungen der lokalen Umweltverbände, wonach dem Prozess von Beginn Weg die nötige Ergebnisoffenheit gefehlt hat.»Stattdessen sei es angebracht, endlich die Entwicklungsmöglichkeiten zu prüfen, die einen nachhaltigen und sanften Tourismus in den Regionen fördere.

Schutz für die Wildtiere gefordert

«Das grosse Potenzial des Sommertourismus muss sorgfältig geprüft werden. Dabei muss der Fokus klar auf nachhaltige, innovative Konzepte gelegt werden», wird Benjamin Kurmann, Präsident der SP Obwalden, in der Mitteilung zitiert. Die zur Rentabilität notwendigen zusätzlichen warmen Betten seien ohne weitere Neubauten nicht zu generieren. Die SP Obwalden lehnt Eingriffe in diesem Ausmass in unberührte Landschaften kategorisch ab. Auch die durch zusätzliche Bahnen verursachte, weitere Störung von Wildtieren wird die SP Obwalden nicht mittragen. Die SP Obwalden fordert mit Nachdruck einen Kurswechsel. «Statt weitere Steuergelder für solche Grossfantasien der 90er-Jahre zu verschwenden, verlangen wir von den Verantwortlichen einen Kurswechsel. Die Zukunft unserer Tourismusregionen liegt in nachhaltigen sowie innovativen Konzepten, die unsere Landschaft erhalten und die sich verändernden Bedingungen berücksichtigen», so Kurmann. (inf)

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