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ENGELBERG: Umbau bringt mehr Licht für Kameras

Der Anlauf wird künftig automatisch vereist. Das spart Arbeit. Und auch sonst sind Neuerungen bei der Sprungschanze vorgesehen.
Matthias Piazza
Weltcup-Skispringen in Engelberg im Dezember 2013. (Bild Philipp Schmidli)

Weltcup-Skispringen in Engelberg im Dezember 2013. (Bild Philipp Schmidli)

Matthias Piazza

Ende April starten die Bauarbeiten an der Sprungschanze – sofern sich bis dahin der Schnee aus Engelberg zurückgezogen hat. Nun ist auch bestimmt, welches System für den Anlauf eingesetzt wird. Die Anlage kühlt den nassen Schnee, der zuvor auf der Anlaufspur aufgetragen wurde, automatisch herunter, bis er gefriert. Mit einer Fräse wird die Anlaufspur dann in ihre Form gebracht. «Dank dieser neuen Anlage verkürzt sich unsere Vorbereitungszeit auf einen Drittel», sagt Ernst von Holzen, OK-Präsident des Skispringens und Geschäftsführer der Engelberg Titlis Veranstaltungs GmbH. «So können wir uns mehr dem Aufsprungbereich widmen.» Das System habe sich auch schon bei der Nordischen Ski-WM in Falun, in Oberstdorf und bei der Vierschanzentournee in Garmisch-Partenkirchen bewährt. Der Aufsprungbereich wird ausserdem um einen Meter mit Humus aufgefüllt und so etwas flacher, der Radius damit etwas verkürzt.

Fernsehtaugliche Beleuchtung

Auf der ganzen Länge der Schanze ist zudem eine Beleuchtung geplant. Sechs Beleuchtungskandelaber sorgen künftig für ideale optische Bedingungen – das ist vor allem für die Fernsehübertragungen wichtig. «Um nicht internationalen Veranstaltungen in die Quere zu kommen, springen wir am Samstag künftig zwischen 16 und 19 Uhr. Dank der Beleuchtung sind Direktübertragungen auch zu dieser Tageszeit möglich – selbst mit Zeitlupe», erläutert Ernst von Holzen. Ersetzt werden sollen zudem die mittlerweile morschen Holztreppen entlang der Schanze durch moderne Metallkonstruktionen. Auch der Bau eines kleinen Betriebsgebäudes ist geplant, um Material und Werkzeuge einzulagern. Bis Ende Oktober sollten die Arbeiten abgeschlossen sein, damit die Schanze fürs Weltcup-Skispringen vom 19. und 20. Dezember dieses Jahres in neuem Glanz erstrahlen kann.

Ziel: Möglichst wenig Fremdkapital

Rund 2,9 Millionen Franken kostet der Umbau der Schanze. Der Bund steuert 1 Million über das Nationale Sportanlagenkonzept (Nasak) bei. Vom Kanton Obwalden kommen 750 000 Franken. Die Engelberger Stimmberechtigten bewilligten im März 2014 an einer ausserordentlichen Talgemeinde 900 000 Franken. Von den Wettkämpfen profitiere die ganze Region in hohem Masse, begründete der Gemeinderat damals seinen Antrag. Das Skispringen generiere für die Region eine jährliche Wertschöpfung von rund 3 Millionen Franken. Zudem würden die Bekanntheit und das Image Engelbergs durch die grosse Zahl von Medienberichten gesteigert.

Den Veranstaltern des Skispringens verbleiben Kosten von rund 250 000 Franken. «90 000 Franken haben wir mittlerweile beisammen», so von Holzen. «Wir hoffen, möglichst viel mit eigenen Mitteln zu erwirtschaften, um auf möglichst wenig Fremdkapital angewiesen zu sein.»

Das Baugesuch für den Umbau liegt noch bis 16. März auf der Gemeindekanzlei auf. Mit Einsprachen rechnet von Holzen nicht, da man das Gesuch zusammen mit dem Grundeigentümer erarbeitet habe.

Piste wird überwacht

Keinen Einfluss auf die Planung hatte der Unfall vom Dezember 2012, als ein junger Zentralschweizer die Anlaufspur hinunterschlitterte und mit voller Wucht gegen den Balken prallte. Er zog sich schwere Verletzungen zu. «Es ist fast nicht möglich, die Anlage, die sich im Naturgelände befindet, umgeben von Wald, rundum abzusperren», hält Ernst von Holzen fest.

Während der Veranstaltungstage sei während der Nacht aber ein Überwachungsdienst im Gelände für die Beaufsichtigung der Schanze und der Fernseheinrichtungen.

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