ENGELBERG: Umweltfreundlicher Schnee für die Skispringer

Die Engelberger Weltcup-Organisatoren setzen in diesem Jahr erstmals ökologisch verträgliche Schneelanzen ein. Entwickelt wurde das neue Düsensystem von einer Stanser Firma.

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Die Brüder Toni (links) und Paul Töngi, die «Schneemacher» von Engelberg, mit der neuen Lanze. (Bild pd)

Die Brüder Toni (links) und Paul Töngi, die «Schneemacher» von Engelberg, mit der neuen Lanze. (Bild pd)

Die neue Schneilanze «Nessy» der Bächler Top Track AG verbraucht zum einen weniger Druckluft, zum anderen kann sie bis zu 2 Grad Celsius früher zum Einsatz gebracht werden als herkömmliche Schneelanzen, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Dies ist dank einer neuen Düsentechnologie sowie einem geringeren Luftverbrauch möglich. Zudem seien die Schneilanzen erst noch leiser.

Drei Jahre Entwicklungsarbeit
«Nessy» ist das Resultat einer dreijährigen Forschungs- und Entwicklungs-Zusammenarbeit zwischen dem Institut für Thermo- und Fluid-Engineering der Fachhochschule Nordwestschweiz, dem Eidgenössischen Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF Davos, dem Düsenhersteller MVT Mirco Technologie AG und dem Schneelanzenhersteller Bächler Top Track AG in Stans. Unterstützt wurde das Projekt, welches in Engelberg während der Forschungs- und Entwicklungsphase getestet wurde, von der KTI-Förderagentur für Innovation des Bundesamtes für Berufsbildung und Technologie.

Seit bald 15 Jahren im Einsatz
Für die optimale Beschneiung beim Skispringen, das am kommenden Wochenende stattfindet, sorgen seit bald 15 Jahren die Brüder Toni und Paul Töngi aus Grafenort. Die beiden Schneemacher verweisen in der Mitteilung darauf, dass der mit der neuen Methode produzierte Schnee «nicht nur umweltfreundlich, sondern auch energieeffizient» sei. Mindestens 4000 Kubikmeter Schnee werden für die Präparierung der Titlis-Schanze benötigt, der Schnee muss laufend gepflegt werden.

scd