ENGELBERG: Verein will Keineken-Website nicht abschalten

Der Text auf der Homepage des Engelberger Vereins Keineken wurde abgeändert. Dies, um eine von Heineken angedrohte richterliche Abschaltung zu verhindern.

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Eine Frau betrachtet die Keineken-Homepage. (Bild Pius Amrein, Montage scd)

Eine Frau betrachtet die Keineken-Homepage. (Bild Pius Amrein, Montage scd)

Man habe die beiden Rubriken «Unser Bierladen» und «Unser Bierglas» abgeändert mit dem Hinweis: «Unsere Bierflaschen und Biergläser wurden von Heineken anhand einer superprovisorischen Verfügung beschlagnahmt.» Dies um zu zeigen, dass das Bier nicht beworben werde. Heineken habe deswegen weitere rechtliche Schritte angedroht, unter anderem mit einer Strafanzeige gegen die Verantwortlichen. 

Vergleich mit Don Quijote
Die jüngsten Drohungen des Bierkonzerns zeigten, «dass wir gegen Windmühlen kämpfen», so der Verein Keineken. «Aber wie Don Quijote wird Keineken nicht aufgeben und ein weiteres Kapitel Ritterromane schreiben, freundlich unterstützt von Heineken als ungewolltem Sponsor.» Man sei weder gewillt, die Website vom Netz zu nehmen noch den Markeneintragungsgesuch beim Bundesamt für Geistiges Eigentum zurückzuziehen. «Je heftiger der von Heineken mit seiner unverhältnismässigen superprovisorischen Verfügung selbst angezettelte Medienrummel wird, desto mehr wird der Öffentlichkeit und auch Richtern klar, dass niemand mehr Keineken und Heineken verwechseln kann», so die Einschätzung von Keineken.

scd