ENGELBERG: Viele Autofahrer zu schnell – Polizei büsst nicht

Für einmal zeigt sich die Polizei kulant: Obwohl viele Autofahrer viel zu schnell fuhren, verzichtete die Polizei auf das Verteilen von Bussen. Stattdessen gab es mahnende Worte.

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Nachts ist auf einem 220 Meter langen Abschnitt bei Grünenwald zwischen Wolfenschiessen und Engelberg Tempo 40 markiert. (Bild: Kantonspolizei Obwalden)

Nachts ist auf einem 220 Meter langen Abschnitt bei Grünenwald zwischen Wolfenschiessen und Engelberg Tempo 40 markiert. (Bild: Kantonspolizei Obwalden)

Auf einer 220 Meter langen Strecke zwischen Grafenort und Engelberg sind zwei Wildwarnanlagen installiert. Sie warnen Autofahrer umgehend, wenn sich ein Wild der Strasse nähert. Dann wird die Geschwindigkeit temporär auf 40 km/h gesenkt, um Kollisionen von Wildtieren mit Fahrzeugen zu verhindern.

Der Wildhüter hat vergangene Woche die Anlage im Bereich Grünenwald in Engelberg mehrmals bewusst aktiviert. Nachdem die Polizei eine Radaranlage aufstellte, musste sie feststellen, dass sich zahlreiche Autofahrer nicht an die temporär signalisierten 40 km/h hielten.

Die Polizei hat für einmal keine Bussen verteilt. Der Grund: es habe sich um eine präventive Verkehrskontrolle gehandelt und es habe keine ernsthafte Gefahr für die Autofahrer und Wildtiere bestanden, schreibt die Polizei in einem Communiqué.

Die Polizei hat bei der anschliessenden Kontrollstelle die Autofahrer auf die Gefahren von Kollisionen mit Wildtieren aufmerksam gemacht. Die Aktion sei bei den Kontrollierten auf grosses Interesse gestossen. Im Allgemeinen sei die Aktion sehr geschätzt worden.

Die Polizei und der Wildhüter bitten alle Autofahrer bei Aufleuchten der Wildwarnanlage um Reduktion der Geschwindigkeit und die nötige Vorsicht. Dies zur eigenen Sicherheit und zum Schutz der Wildtiere. Die Polizei macht in ihrer Mitteilung vom Dienstagabend keine Angaben darüber, ob sie weitere Kontrollen macht und ob sie das nächste Mal Bussen verteilen wird.

rem

Ein totes Tier entlang der Strasse. (Bild: Kantonspolizei Obwalden)

Ein totes Tier entlang der Strasse. (Bild: Kantonspolizei Obwalden)