ENGELBERG / WOLFENSCHIESSEN: Grossaufmarsch zur Jagdbann-Information

Die geplante Verlegung eines Jagdbann-Teilgebiets vom Trübsee auf die Bannalp ist noch längst nicht ausdiskutiert. Das zeigten zwei Infoanlässe am Mittwochabend.

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Reinhard Schnidrig vom Bundesamt für Umwelt vor den rund 190 Zuhörern in der Zelgli-Halle in Wolfenschiessen. (Bild: Markus von Rotz/Neue NZ)

Reinhard Schnidrig vom Bundesamt für Umwelt vor den rund 190 Zuhörern in der Zelgli-Halle in Wolfenschiessen. (Bild: Markus von Rotz/Neue NZ)

An die 340 Personen liessen sich in Engelberg und Wolfenschiessen von Fachleuten und Politikern über die Gründe für die Verlegung des Jagdbanngebietes und deren Folgen informieren. Dabei bestätigte Reinhard Schnidrig vom Bundesamt für Umwelt, dass der Bund derzeit die gültige Jagdbann-Verordnung von 1991 überprüfe. Sie greife im Winter gut, «die Besucherlenkung im Sommer aber sollte griffiger werden». Das gelte vor allem für die Brutzeit. Natur, Fauna und Wildtierschutz hätten klar Vorrang. «Es ist möglich, dass es neue Bestimmungen gibt.» Auch sei die neue Biodiversitäts-Strategie des Bundesrates einzubeziehen

Norbert Patt, CEO der Titlis-Bahnen, machte an diesem Abend den Bannalp-Bahnen ein Angebot für ein gemeinsames Marketing. «Wir sehen die Bannalp als Chance und wollen sie in der Vermarktung mitnehmen und gemeinsam versuchen einen Weg zu finden. Sie können mich beim Wort nehmen.»

Die Fragerunde wurde sehr rege benutzt. Dabei machte Reinhard Schnidrig klar, dass es besser sei, wenn sich Ob- und Nidwalden über die Verlegung des Jagdbanngebietes einigten. Den durch die heutige Rechtslage verhinderten Neubau der Titlis-Bahn den Gerichten zu überlassen, könnte bedeuten, dass man ins offene Messer laufe.

Markus von Rotz