Engelberger lehnen Steuersenkung ab

Der Steuerfuss in Engelberg wird nicht angetastet. Die kritischen Stimmen gegen eine Steuersenkung konnten sich durchsetzen. Und der Planungskredit für ein neues Schulhaus wurde angenommen.

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So soll das Schulhaus in Engelberg dereinst aussehen. (Bild: ZVG / Play-Time)

So soll das Schulhaus in Engelberg dereinst aussehen. (Bild: ZVG / Play-Time)

Ab 2013 nur noch 4,6 statt 4,85 Einheiten Steuern zahlen: So sah es der Gemeinderat vor. Doch das Traktandum war an der gestrigen Talgemeinde alles andere als eine Formsache von fünf Minuten Dauer. Stattdessen gabs zahlreiche kritische Voten gegen eine Steuersenkung. Man solle eher die Pro-Kopf-Verschuldung abbauen als den Steuerfuss anzutasten, lautete der Grundtenor. Befürworter, die etwa mit der guten finanziellen Situation der Gemeinde argumentierten, vermochten die rund 250 Stimmberechtigten nicht zu überzeugen. Nach einer angeregten Diskussion lehnte sie die Steuersenkung schliesslich deutlich ab.

Ja sagten die Engelberger hingegen zum Budget. Dieses sieht einen Ertragsüberschuss von rund 1,5 Millionen Franken vor, bei einem Aufwand von rund 26,1 Millionen und einem Ertrag von etwa 27,6 Millionen Franken. Genehmigt wurde auch das Budget des Erlenhauses mit einem Betriebsgewinn von 3000 Franken. Zum Budget des Sporting Parks sagten die Engelberger ebenfalls Ja. Es sieht einen Überschuss von 12'790 Franken vor. Massgeblich dazu beitragen sollen der Sportbereich mit einem Überschuss von 53'340 und das Restaurant mit einem Plus von 33 550 Franken. Für das Schwimmbad Sonnenberg erwartet man einen Verlust von 74'100 Franken.

Schulhaus kann geplant werden

Ja sagte die Talgemeinde am Dienstag ebenfalls zu einem Planungskredit im Umfang von 710'000 Franken für ein neues Schulhaus. Damit beginnt nun die Ausarbeitung des Vor- und Bauprojekts für das neue Schulhaus «Engel Bengel». Der Neubau ersetzt das alte Schulhaus I aus dem Jahre 1878, welches den Anforderungen an einen modernen Schulbetrieb nicht mehr genügt. Sagt das Volk dereinst Ja zum Baukredit, können die Schüler nach einer Bauzeit von gut einem Jahr im besten Fall im Sommer 2015 ins neue Schulhaus einziehen.

Zugestimmt wurde auch dem höheren Beitrag für das Weltcup-Skispringen. Er wurde damit um 50'000 auf 95'000 Franken pro Jahr erhöht und gilt für die Jahre 2013 bis 2015. Angenommen wurde ein Rahmenkredit über 1,03 Millionen Franken für die Bauarbeiten Schwandstrasse mit Verbreiterung.

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