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Engelberger Pro-Kopf-Vermögen steigt weiter an

Zusätzliche Abschreibungen und Mittel für die finanzpolitischen Reserven: Engelberg profitiert erneut von einem guten Rechnungsabschluss. Die Talgemeinde beschäftigt sich auch mit diversen Sachgeschäften.
Martin Uebelhart
Engelberg steht finanziell gut da. (Bild: Corinne Glanzmann, 7. August 2018)

Engelberg steht finanziell gut da. (Bild: Corinne Glanzmann, 7. August 2018)

Die Gemeinde Engelberg legt einen guten Rechnungsabschluss für 2018 vor. Beim Ertragsüberschuss in der Erfolgsrechnung gab es gegenüber dem Budget praktisch eine Punktlandung. Rund 1,4 Millionen Franken beträgt der Ertragsüberschuss. Das Pro-Kopf-Vermögen hat gegenüber dem Vorjahr von 1119 auf 1483 Franken zugenommen. Der Engelberger Finanzchef und Statthalter Seppi Hainbuchner spricht von einem sehr guten Abschluss: «Wir können eine Million Franken den finanzpolitischen Reserven zuweisen und fast eine weitere Million an zusätzlichen Abschreibungen vornehmen». Diese zusätzlichen Abschreibungen würden eine Entlastung künftiger Erfolgsrechnungen bringen, sagt er im Gespräch mit unserer Zeitung. Engelberg habe nun schon einige Jahre die Mittel für zusätzliche Abschreibungen aufbringen können. «Auf die guten Abschlüsse der vergangenen Jahre sind wir angewiesen», so Hainbuchner. Wenn geplante Grossprojekte Fahrt aufnähmen, werde das die Gemeindefinanzen entsprechend belasten. «Schon bald könnte eine Zwei- oder Dreifachturnhalle ein Thema werden», zählt er eines der Projekte auf.

Strassensanierung und mobile Schneeerzeuger

Nicht so schnell wie geplant würde hingegen das Schwimmbad und der Sportingpark auf die Gemeinde zukommen. Es sei noch eine Initiative hängig, über die dieses Jahr abgestimmt werde. Je nach Ausgang der Abstimmung werde der Einwohnergemeinderat dann das weitere Vorgehen bestimmen.

Das Budget rechnete mit Nettoinvestitionen von 7,3 Millionen Franken. In der Rechnung werden gut 3,8 Millionen Franken ausgewiesen. «Die beiden grössten Brocken, die im vergangenen Jahr nicht zur Ausführung kamen, sind die Gestaltung Gand und Umgebung beim Gemeindehaus mit fast zwei Millionen Franken und die Verschiebung eines Teils der Sanierung der Schwandstrasse auf dem Abschnitt Chilchweg bis Schwand mit über 800000 Franken», sagt Hainbuchner dazu. Auf die Gestaltung Gand werde ganz verzichtet, erklärt er.

Die Rechnung des Sporting Parks schliesst mit einem Minus von fast 185 000 Franken ab. Verantwortlich dafür waren unter anderem erhöhte Betriebskosten wegen des grösseren Besucheraufkommens in den Sommerwochen, wie der Gemeinderat in seinem Bericht schreibt.

Die Talgemeinde hat auch über verschiedene Sachgeschäfte zu befinden. Darunter sind unter anderem ein Kredit von 140 000 Franken für das Trennsystem bei der Strassenentwässerung in der Bahnhofstrasse auf dem Abschnitt Dorfstrasse bis alte Gasse, 165 000 Franken für Sanierung der Strassenbeläge der Rigidalstrasse auf dem Abschnitt Spisboden bis Bränd und gut 200 000 Franken für die Anschaffung von drei mobilen Schneeerzeugern für die Langlaufloipen.

990000 Franken beantragt der Einwohnergemeinderat ferner für den Neubau der über 50 Jahre alten Dürrbachbrücke. Weiter soll der Gemeinderat die Kompetenz erhalten für die Festsetzung und Ausrichtung von Gemeindebeiträgen an die Restaurierung von Schutzobjekten von lokaler Bedeutung.

Nachhaltige Lösung für Skispringen angestrebt

Für die Jahre 2018 und 2019 möchte der Einwohnergemeinderat der Engelberg-Titlis Veranstaltungs GmbH einen jährlichen Beitrag von 95 000 Franken sowie eine Defizitgarantie von 100 000 Franken gewähren. Da die GmbH die Beiträge immer rückwirkend einsetzt, der letzte Beschluss der Talgemeinde für die Jahre 2016, 2017 und 2018 jedoch irrtümlicherweise zukunftsgerichtet gewesen sei, gelte es noch eine Lücke zu schliessen.

In seinem Bericht weist der Gemeinderat auch darauf hin, dass die finanzielle Situation der GmbH nach wie vor angespannt sei. Er sei bereit, mehr Handlungsspielraum über eine Kapitalerhöhung, an welcher sich auch die Engelberg Titlis Tourismus AG als Miteigner beteiligen soll, zu gewähren. Auch über eine moderate Anpassung des jährlichen Beitrags könne man verhandeln.

Die Verbesserung der finanziellen Rahmenbedingungen der Engelberg-Titlis Veranstaltungs GmbH wie auch der betrieblichen Rahmenbedingungen, etwa der Erschliessung des Schanzenareals, seien ganzheitlich zu betrachten, hält der Gemeinderat weiter fest. Er verfolge zusammen mit den Verantwortlichen dieser Organisation einen nachhaltigen und langfristigen Lösungsansatz.

Die Talgemeinde Engeberg findet am Dienstag, 7. Mai, um 20 Uhr in der Aula im Schulhaus Äschi statt.

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