Engelbergerin Sabrina Roth nimmt mit ihrem Velo die Herausforderung «Everesting» an

Everesting ist eine Aktivität, bei der Radfahrer oder Läufer einen bestimmten Hügel mehrmals auf- und absteigen, um kumulativ die Höhe des Mount Everest von 8848 Höhenmetern zu erklimmen. Roth verknüpfte dies mit dem Sammeln von Spendengeldern für die Winterhilfe Obwalden.

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Ausdauersportlerin Sabrina Roth (Mitte) übergibt der Winterhilfe Obwalden den gesamten Spendenbetrag von 1873 Franken, den sie mit ihrem Extremprojekt «Everesting» sammeln konnte.

Ausdauersportlerin Sabrina Roth (Mitte) übergibt der Winterhilfe Obwalden den gesamten Spendenbetrag von 1873 Franken, den sie mit ihrem Extremprojekt «Everesting» sammeln konnte.

Bild: PD

Sabrina Roth, begeisterte Rennradfahrerin und Ausdauersportlerin aus Engelberg, ist bereits verschiedene Rennen gefahren. Ihre bis anhin grösste sportliche Herausforderung war im Juli dieses Jahres «Chasing Cancellara: Bern–Andermatt»; über 200 km und 5500 Höhenmeter, die sie zu bewältigen hatte. «Chasing Cancellara hat mir Sicherheit und Vertrauen geschenkt, mich dem neuen Projekt ‹Everesting› zu widmen», sagt sie, «das Projekt sollte innert Monatsfrist vom Entscheid bis zur Umsetzung realisiert werden.»

Beim Durchstöbern des Radmagazins «Tour»stiess sie auf «Tipps während der Corona-Zeit», worunter ‹Everesting› einer von vielen war. Aus dem Bauch heraus fiel die Entscheidung, diese Herausforderung anzugehen, ohne zu wissen, wie viele Aufstiege es dafür benötigen würde. In einem zweiten Schritt erfolgten die Berechnungen und Testfahrten, um die Anzahl Aufstiege zu ermitteln. Ganz nach dem Motto «Geht nicht, gibt’s nicht» und mit der Motivation der Spendensammlung sowie dem Suchen und Finden von weiteren Teilnehmern war die Vorfreude auf dieses Event riesengross.

Sabrina bei einer der rasanten Abfahrten von Engelberg hinunter nach Grafenort.

Sabrina bei einer der rasanten Abfahrten von Engelberg hinunter nach Grafenort.

Bild: PD

«Everesting» wurde zum Familienprojekt

Rasch wurde daraus auch ein Familienprojekt. Die tatkräftige Unterstützung der ganzen Familie, bereits im Vorfeld, ermöglichte auch einen kleinen «Festbetrieb» mit Verpflegestation am Engelberger Eugenisee. Sabrina Roth fuhr insgesamt 21 Mal die Strecke Grafenort–Engelberg. Schliesslich kamen Spendengelder von gesamthaft 1873 Franken zu Gunsten der Winterhilfe Obwalden zusammen. Paula Halter, Präsidentin der Winterhilfe Obwalden, überraschte die drei übrig gebliebenen «Everestler» nach Vollendung der 18. Runde an der Verpflegungsstation am Eugenisee, nach bereits 17,25 Stunden. Roth: «Zeit für ein kurzes Gespräch war selbstverständlich auch vorhanden, wie wir dies bereits tagsüber mit Besuchern und unter uns Teilnehmenden gepflegt hatten.» Mit Halters motivierenden Worten «Jetzt kommt das Dessert» nahmen die Teilnehmer die drei letzten Runden in Angriff. «Wir schwebten wortwörtlich nach Engelberg hoch und kamen nachts um 3 Uhr – nach fast 22 Stunden – völlig erschöpft und überglücklich am Eugenisee an. Das Dessert blieb jedoch aus, da ich nach so vielen Runden gar keine Lust auf Essen mehr hatte.»