ENGELBERG/WOLFENSCHIESSEN: Bundesgericht verbietet Bau der Sulzlipiste

Das Bundesgericht verhindert die Sulzlipiste in Engelberg. Titlis-Bahnen-Chef Albert Wyler hat dafür absolut kein Verständnis.

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Snowboarder auf der Piste bei der Station Stand am Titlis. (Bild Mirjam Graf/Neue OZ)

Snowboarder auf der Piste bei der Station Stand am Titlis. (Bild Mirjam Graf/Neue OZ)

«Es ist schwierig zu verstehen, wie das Bundesgericht ohne Besichtigung vor Ort und nur aus Sicht des Umweltschutzes entscheiden kann», ärgert sich Albert Wyler. Der Geschäftsführer der Titlis-Bahnen lässt am Entscheid aus Lausanne, die seit bald sechs Jahren geplante Sulzlipiste dürfe nicht gebaut werden, kein gutes Haar. Es sei «hanebüchen», dass der Bund zwar Konzessionen für Bahnen erteilte, den Bau neuer Pisten jedoch verbiete.

Das Bundesgericht hat einer Beschwerde von Umweltschutzverbänden gegen die Piste gutgeheissen. Die Richter kommen zum Schluss, dass die neue Piste in eine heute noch relativ unberührte Geländekammer zu liegen käme. Der Lebensraum dort lebender Tierarten wie Schneehasen und Schneehühner würde dadurch zu stark beansprucht. Keine gute Figur macht in den Augen des Bundesgerichts das Nidwaldner Verwaltungsgericht, welches die Beschwerde abgewiesen hat. Freude herrscht bei den Umweltverbänden. Sie sehen sich in ihren Anliegen bestätigt.

Urs-Peter Inderbitzin/Luca Wolf

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Obwaldner Zeitung.