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ENTSORGUNGSHOF SARNEN: Treppensteigen ist Vergangenheit

Der Entsorgungshof feiert den ersten Geburtstag. Gefeiert wird zwar nicht, froh sind die Mitarbeiter des Werkhofs trotzdem.
Kurt Britschgi, Fachbereichsleiter Werke, vor dem neuen Entsorgungshof in Sarnen. (Bild: Corinne Glanzmann)

Kurt Britschgi, Fachbereichsleiter Werke, vor dem neuen Entsorgungshof in Sarnen. (Bild: Corinne Glanzmann)

Marion Wannemacher

Vor einem Jahr wurde der neue Entsorgungs- und Werkhof an der Militärstrasse in Betrieb genommen. Der Fachbereichsleiter Werke, Kurt Britschgi, zieht eine positive Bilanz: «Nach einer langen Durststrecke in der Ei mit Platzknappheit haben wir einen modernen Entsorgungshof bekommen.»

Welche Kriterien muss ein funktionierender Entsorgungshof mitbringen? «Er muss genügend Platz haben, Autos und Fussgänger dürfen sich nicht kreuzen, und der Muldenwechsel muss getrennt vom öffentlichen Betrieb funktionieren», antwortet Britschgi.

Lauter positive Rückmeldungen

Lauter Kriterien, die der neue Platz in Sarnen erfüllt. «Wir bekommen durchwegs positive Rückmeldungen», freut sich der Leiter und zählt auf: Die 20 verschiedenen Entsorgungsfraktionen lägen nicht so kompakt zusammen wie in der Ei. Der Verkehrsablauf mit dem Einbahnverkehr sei gut gelöst, auch wenn mancher mit der Schrägparkierung rückwärts vielleicht Mühe habe. Die Parkfelder seien aber mit 3 Meter sehr breit.

In der Ei gab es Probleme mit dem Fussgängerverkehr. Auch hätten Transportfirmen darauf hingewiesen, dass der Muldenwechsel sehr heikel und gefährlich sei, berichtet Kurt Britschgi. Am Entsorgungshof an der Militärstrasse findet der Muldenwechsel zwischen Werkhof und Entsorgungshof, also auf separatem Terrain statt. Treppensteigen muss im neuen Recyclinghof niemand mehr. Zwar liegt dieser nicht so im Zentrum wie bisher, aber schliesslich habe ja alles Vor- und Nachteile, betont Britschgi.

Insgesamt neun Mitarbeiter und ein Lehrling sind im Werkhof beschäftigt, ausserdem eine Teilzeitkraft, die zu 35 Prozent der Öffnungszeiten am Entsorgungshof vor Ort ist.

Diese freuten sich auch über Erleichterungen im benachbarten neuen Werkhof wie das neue Salzsilo im Winter. Das mühsame Aufschlitzen der 50-Kilo-Säcke entfällt. Die Streufahrzeuge fahren unter das Silo, und das Salz wird einfach herausgelassen.

Mit der Disziplin mancher Nutzer hapert es aber immer mal wieder: Seit März werden keine Hohlkörper aus Plastik mehr angenommen. «Die korrekte Entsorgung hat eigentlich nur funktioniert, wenn ein Mitarbeiter vor Ort instruiert hat.» Natürlich gebe es auch die notorischen «Einmulden-Entsorger», die beispielsweise sämtlichen Güsel in der Schachtel sammeln und diese dann komplett fortwerfen.

Portemonnaie im Müll entsorgt

Die meisten Fehler werden laut Britschgi bei der Alteisenentsorgung gemacht. Im Container landen manchmal Skibobs oder Ski. Und auch das gibt es: «Wertgegenstände, die kurzfristig abgelegt werden und dann in der Mulde landen.

Erst kürzlich hat jemand andere Nutzer daran gehindert, noch weiteren Kartonmüll in den Container zu werfen. Er hatte gerade noch gemerkt, dass er aus Versehen sein Portemonnaie mit dem Müll entsorgt hatte», erzählt Britschgi. Dieser Fall ging gerade noch gut aus. Manches landete aber auch schon unwiederbringlich in der Presse.

Wer darf wo entsorgen?

Praktisch alles, was über den Entsorgungszweckverband Obwalden geregelt ist, darf man auch überall in den Gemeinden entsorgen: unter anderem Altpapier, Karton, PET-Flaschen und Glas oder Grüngut.

Dagegen muss der Verbraucher in Sarnen alles, wofür die Gemeinde zahlt, in seiner Wohngemeinde zum Entsorgungshof bringen: Alteisen, Inertstoffe (Keramik- und Glasgeschirr, Tonwaren und Fensterglas) und Styropor. Das handhabt jede Gemeinde aber unterschiedlich.

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