ENTSORGUNGSZWECKVERBAND: Defekte Leitung bleibt möglicherweise im See

Die Abwasserleitung im Sarnersee wird ersetzt. Die neue Leitung kommt unter die Brünigstrasse. Was mit der alten passiert, ist offen.

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Peter Spichtig, Präsident des Entsorgungszweckverbands Obwalden. (Archivbild Robert Hess/Neue OZ)

Peter Spichtig, Präsident des Entsorgungszweckverbands Obwalden. (Archivbild Robert Hess/Neue OZ)

Im Raum Sachseln brauchen die Autofahrer derzeit Geduld. An der Kantonsstrasse wird gearbeitet. Grund ist, dass der Entsorgungszweckverband unter der Strasse neu ein Teilstück der Abwasserleitung zur ARA in Alpnach verlegt. Präsident Peter Spichtig sagte an der Delegiertenversammlung, das führe leider zu «massiven Verkehrsbehinderungen». Er hoffe, dass die Arbeiten Ende August abgeschlossen sein werden. Dann werde der Kanton noch den Belag einbauen, sodass die Strasse Ende September wieder normal befahrbar sein dürfte.

Leitung muss gesichert werden
Die neue Leitung ersetzt jene durch den Sarnersee. 1977 wurden auf dem Seegrund in 45 Metern Tiefe zwei Röhren von je 35 Zentimetern Durchmesser gelegt, von denen eine geknickt ist und kein Abwasser mehr durchlässt. Sie ist von Stein- und Schuttablagerungen zugedeckt, wohl aus der Melchaa. «Gemäss Konzession muss die alte Leitung aus dem See entfernt werden», sagte Verbandspräsident Spichtig. Der Zweckverband hat jedoch vom Kanton die Antwort erhalten, dass man sie eventuell belassen könnte. Laut Peter Spichtig gehe es nun darum, mit dem Kanton eine Lösung zu suchen, wie man die Röhre sichern könne, ohne dass Inhalt in den See ausfliesse. Das Material sei für den See laut Fachleuten unbedenklich. Die neue Leitung kostet den Verband 950'000 Franken.

Markus von Rotz

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Obwaldner Zeitung.