Wolf ist in Obwalden unterwegs: Elf Schafe wurden tot aufgefunden

In Giswil hat ein Wolf elf Schafe getötet. Die Tiere waren trotz Vorwarnung zu wenig geschützt.

Florian Pfister
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In der Nacht von Montag auf Dienstag hat ein Wolf im Giswiler Grossteil aus einer 49-köpfigen Herde elf Schafe gerissen. Ein zwölftes Schaf ist verletzt, ein weiteres wird vermisst. Dies bestätigt das Amt für Wald und Landschaft auf Anfrage.

Die Herdentiere seien nicht genügend vor einem Wolfsangriff geschützt gewesen, sagt Jagdverwalter Cyrill Kesseli. Eine entsprechende Herdenschutzberatung wurde nun in die Wege geleitet. Einige Tage zuvor hatte das Amt für Wald und Landschaft die Schafhalter per SMS-Service dazu aufgefordert, Kleinvieh in der Nacht wolfssicher einzustallen.

Wolfskonzept verbietet derzeit Abschuss

«Seit dem 22. Mai ist bekannt, dass sich immer wieder ein Wolf in Obwalden herumtreibt. Es handelt sich um den Wolfsrüden M131», sagt Cyrill Kesseli. Er vermutet, dass derselbe Wolf in der Nacht auf Dienstag die Schafe gerissen hat.

Der Wolf wurde seit diesem Tag im Mai mehrmals gesichtet. Insgesamt hat dieser seither im westlichen Sarneraatal 22 Schafe gerissen, 21 Tiere galten als ungeschützt, nur ein Schaf galt als ausreichend geschützt. Deshalb besteht noch keine Gefahr für das Tier, abgeschossen zu werden. Für die Abschussbewilligung müssen mindestens 35 Nutztiere innerhalb von vier Monaten oder 25 Nutztiere innerhalb eines Monats aus geschützten Situationen gerissen worden sein. So ist es im Wolfskonzept Obwalden geregelt.