Erfeuliche Wintersaison auf Mörlialp

Das Skigebiet Giswil-Mörlialp zieht eine zufriedenstellende Bilanz. Positiv fielen der Wechsel der Skischule, bessere Restaurants und zahlreiche neue Gäste auf.

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Die Mörlialp bei Giswil etabliert sich als Familienskigebiet. (Bild: Robert Hess / Neue OZ)

Die Mörlialp bei Giswil etabliert sich als Familienskigebiet. (Bild: Robert Hess / Neue OZ)

Die starken Schneefälle im Januar führten dazu, dass die Schneehöhe im ganzen Gebiet weit überdurchschnittlich war und somit meist hervorragende Pistenverhältnisse herrschten. Dementsprechend wurde die künstliche Beschneiung nur zu Beginn eingesetzt. Dadurch reduzierten sich die Betriebskosten spürbar. Deutlich grösser war hingegen der Aufwand für die Pistenpräparierung und die Schneeräumung auf Strassen und Plätzen. Wie in anderen Gebieten, machten sich die grosse Kälte bis im Februar sowie eher schlechte Wochenenden bemerkbar, was die Frequenzen deutlich bremste.

Wechsel in der Skischule geglückt

Nach über zwei Jahrzehnten der Ära Peter Ming ergab sich die grosse Herausforderung, die sehr erfolgreiche Skischule in neue Hände zu geben. Mit Marcel Frangi konnte Peter Ming einen Leiter verpflichten, der über reiche Erfahrung verfügt, zuletzt als Skischulleiter in Leukerbad. Ein guter Übergang wurde dadurch erleichtert, dass die meisten Mitglieder des Teams der Skischule treu blieben.

Bessere Gastronomie

Seit dem Sommer 2011 wird das Restaurant Mörlialp von einem neuen Besitzer betrieben, von Walter und Annemarie Kiser, die auch die Bullybar führen. Um das Gesamtangebot für den Gast möglichst attraktiv zu gestalten, wurden Angebot und Öffnungszeiten dieser beiden Häuser mit dem Restaurant Giswilerstock abgestimmt. Der ‚Giswilerstock‘ blieb dabei das am stärksten frequentierte Restaurant für die Tagesgäste, am Abend konnte die ‚Mörlialp‘ die Gäste individuell bedienen. In der kalten Periode wurde die Bullybar auch von Gruppen sehr gut besucht.

Einspringen für Schönbüel, Lücken wegen Cityring

Nach dem Betriebsunterbruch im benachbarten Gebiet Lungern-Schönbüel wurde allen Gästen dieses Gebiets eine sehr günstige Alternative angeboten, vor allem für Hotelgäste und Saisonkartenbesitzer. Dies führte zu zahlreichen und meist sehr zufriedenen Gästen. Spürbar reduziert wurde jedoch der Besuch von Gästen von ausserhalb Luzern, da die zeitweilige Sperrung des Cityrings zahlreiche Leute dazu bewog, andere Skiorte aufzusuchen. Der Skibus weist gegenüber dem Vorjahr eine erfreuliche Steigerung der Frequenzen auf.

«Kundenfreundlichstes Unternehmen»

 Angesichts aller Umstände ergibt sich eine sehr zufriedenstellende Bilanz. Bei den Transportanlagen kann die Mörlialp gegenüber dem mässigen Vorjahr mit einer deutlichen Steigerung rechnen. André Strasser, Verwaltungsratspräsident: «Dazu hat wohl auch die K-Tipp Wahl zum kundenfreundlichsten Unternehmen im Jahr 2011 beigetragen. Neue Gruppen kamen dadurch von weit her und haben zum Teil bereits wieder gebucht.»

Die definitive Saisonbilanz lässt sich laut Mitteilung noch nicht ziehen. Im Frühling bleiben die Anlagen und zwei Restaurants geschlossen, das Restaurant Mörlialp wird nach der Freigabe der Panoramastrasse wieder geöffnet.

pd