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Erhält Engelberg ein eigenes Auto-Modell?

Mitsubishi nennt seine Konzeptstudie für ein neues Fahrzeug Engelberg Tourer. Das freut den lokalen Tourismusdirektor. Die Chancen, dass das Modell diesen Namen behält, sind allerdings gering.
Oliver Mattmann
So könnte der Engelberg Tourer im Ansatz aussehen. Das Geheimnis wird am Autosalon Genf im März gelüftet. (Bild: PD)

So könnte der Engelberg Tourer im Ansatz aussehen. Das Geheimnis wird am Autosalon Genf im März gelüftet. (Bild: PD)

Der Wintersportort Engelberg hat schon einige Alleinstellungsmerkmale. Da wäre das Weltcup-Skispringen – das einzige in der Schweiz. Oder die jährliche Durchführung des Strongman-Runs mit Tausenden Startern. Oder die höchstgelegene Hängebrücke Europas auf dem Titlis. Bekommt Engelberg nun sogar noch ein eigenes Auto-Modell? Der japanische Hersteller Mitsubishi hat die Konzeptstudie für seine neuste Kreation auf vier Rädern mit Engelberg Tourer benannt. Und das ist kein Zufall, wie eine Nachfrage bei Mitsubishi Motors Schweiz zeigt. «Es ist korrekt, dass der Name vom Tourismusort im Kanton Obwalden herrührt», bestätigt PR-Managerin Walentina Mejenina.

Hintergrund: Das Konzeptfahrzeug feiert seine Weltpremiere am Autosalon in Genf vom 7. bis 17. März 2019. Daher sollte die Studie einen Schweizer Bezug aufweisen. «Engelberg ist bekannt in der Freeride-Szene und diese Assoziation war ausschlaggebend bei der Namensgebung», so Mejenina weiter. Der Freerider stehe sinnbildlich für Kunden mit dynamischem, ehrgeizigem und mutigem Lifestyle. Die Aussagen in Verbindung mit der alpinen Destination lassen darauf schliessen, dass es sich beim Fahrzeug um einen Alleskönner auch fürs Gelände handeln dürfte, die Branche spricht von Crossover.

Erstaunt, wie schnell der Tourer die Runde macht

Als der Engelberger Tourismusdirektor Frédéric Füssenich zum ersten Mal von den Plänen von Mitsubishi hörte, dürften diese auch bei ihm Herzklopfen ausgelöst haben. «Die Studie sieht toll aus und wir sind eine erfolgreiche Schweizer Destination. Das hilft dem Branding auf beiden Seiten umso mehr», glaubt Füssenich. Der Automobilhersteller hatte vorgängig Kontakt mit ihm aufgenommen und die Zusicherung eingeholt, dass mit dem Namen für die Konzeptstudie keinerlei Rechte verletzt werden. Der Tourismusdirektor will nun die Gunst der Stunde nutzen und ist im Gespräch für einen Auftritt bei Mitsubishi am Autosalon. «Wenn dies ein Erfolg sein sollte, warum nicht?»

Er sei erstaunt, wie viele Leute ihn schon auf den Engelberg Tourer angesprochen haben, erzählt Füssenich weiter. Auf die Frage, ob sie ihre eigene Fahrzeugflotte dereinst durch den Engelberg Tourer ersetzen und Rabatt einfordern werden, antwortet er mit einem Augenzwinkern: «Unsere Flotte besteht nur aus einem Auto. Da würde sich ein Destinationsrabatt für alle Engelberger eher anbieten.»

Füssenich bezweifelt indes, dass das Modell den Namen Engelberg Tourer behält, sollte es überhaupt in Serienproduktion gehen. Auch Walentina Mejenina von Mitsubishi Motors dämpft allfällige Hoffnungen in diese Richtung: «In der Regel werden die Namen von Studien nicht übernommen. Sollte der Engelberg Tourer in Serienproduktion kommen, was wir heute noch nicht wissen, wird das Modell höchstwahrscheinlich anders benannt.»

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