Es bleibt dabei: Obwalden schafft Italienisch ab

Ab dem Schuljahr 2012/13 wird an der Kantonschule Obwalden in Sarnen Italienisch als Schwerpunktfach gestrichen. In seiner Antwort auf eine SP-Interpellation stärkt der Regierungsrat diesen Entscheid.

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Im September beschloss die Obwaldner Regierung, Italienisch als Schwerpunktfach an der Kantonsschule abzuschaffen. Italienisch und Latein seien bei durchschnittlich 75 Studierenden pro Jahrgang am wenigsten gewählt worden und meist nur knapp zustande gekommen. Die Regierung beschloss, Latein beizubehalten.

Dieser Entscheid sorgte in der italienischen Schweiz für Kritik. Der Kanton Tessin und der Verband der Schweizerischen Italienischlehrer (VSI-ASPA) sowie andere Organisatoren wehren sich mit einer Petition gegen die Streichung. Im Obwaldner Kantonsrat reichte die SP-Fraktion dazu eine Interpellation ein.

Verständnis für Kritik

In der am Mittwoch veröffentlichten Antwort zeigt die Obwaldner Regierung ein gewisses Verständnis für die Reaktion auf ihren Entscheid. Dieser sei jedoch gut begründet und nachvollziehbar, deshalb bestehe kein Anlass, darauf zurück zu kommen.

Sie wolle weder die italienische Schweiz noch irgendwelche Interessenvertretungen brüskieren, hält die Regierung fest. Ihr Entscheid sei nach intensivem Abwägen verschiedener Argumente wie der Frequentierung der Fächer oder der Grösse der Kantonsschule gefällt worden. Falsch sei die Behauptung, das Fach sei aus Spargründen gestrichen worden.

Nach Ansicht der Regierung wird der Bildungsstandort Obwalden dadurch nicht weniger attraktiv. Wer Italienisch als Schwerpunktfach wähle, der könne dieses unentgeltlich am Kollegi Stans oder in Luzern studieren; Obwalden komme in diesem Fall für die Schulgelder auf. Zudem werde Italienisch in Obwalden weiterhin als Freifach angeboten.

sda/bep