Interview

Obwaldner Karate-Trainer: «Es lief sehr rund»

Die Vorbereitungen für die Schweizermeisterschaften im November laufen bereits auf Hochtouren. Klaus Ming hofft, dass das nächste Jahr so erfolgreich wird wie das vergangene.

Marion Wannemacher
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Shihan Klaus Ming ist der Trainer des Karateclubs Karate Do Obwalden.

Shihan Klaus Ming ist der Trainer des Karateclubs Karate Do Obwalden. 

Bild:PD

Das vergangene Jahr war wiederum ein besonderes Jahr für den Club Karate Do Obwalden. Insgesamt 87 Podestplätze konnte der Karateclub nach der Teilnahme an über 12 Wettkämpfen in der Schweiz und im Ausland einfahren. Wir fragten den Trainer, Klaus Ming, wie der Erfolg zu Stande kam:

Kann man sich nach so vielen Erfolgen noch steigern?

Klaus Ming: 2018 ist bereits sehr erfolgreich gewesen, 2019 war sogar noch erfolgreicher, es lief sehr rund. Vor allem Jasmin Bernhard (14 Jahre) und Massimo Rohrer (12 Jahre) waren sehr erfolgreich, sie gewannen je acht Wettkämpfe im In- und Ausland. Beide wurden Schweizer Meister ihrer Kategorie, Jasmin gewann ausserdem die portugiesische Meisterschaft und Massimo wurde Spanischer Meister. Insgesamt haben letztes Jahr zwölf Karetakas 41 Kategoriensiege erzielt. Momentan haben wir ein Kader mit bis zu 25 Personen. Wir haben zur Zeit sehr erfolgreiche Jahrgänge und reiten auf einer Erfolgswelle. Das kann in ein paar Jahren wechseln, wir müssen da realistisch bleiben. Der Erfolg ist sicher dem starken Team zuzuschreiben, wir haben einen kompetenten Vorstand und haben optimale Trainingsbedingungen. Mit Weiterbildungskursen im polysportiven Bereich durch unsere Trainer, vor allem Eveline Wallimann, bauen wir Ausdauer und Schnellkraft aus. Wir beraten unseren Nachwuchs aber auch in der Ernährung und erstellen individuelle Trainingspläne.

Was sind Ihre Ziele für 2020?

Unser Highlight wird sicher die Kyokushinkai Karate Schweizer Meisterschaft am 7. November in Sarnen, die wir organisieren und durchführen. Wir wollen uns vor heimischem Publikum in hervorragender Verfassung präsentieren. Neben den Turnieren in der Schweiz werden wir auch an ausländischen Karate-Turnieren teilnehmen, zum Beispiel am Spanish Open im April, am Ukraine Open im Mai oder am German Open im Oktober.

Wie gross sind die Schatten, welche die Schweizer Meisterschaft im November voraus werfen?

Die Vorbereitungen haben bereits begonnen und sind natürlich zeitaufwendig. Die Helfer sind Vereinsmitglieder und Eltern unserer jungen Karetakas, die uns sehr unterstützen. Wir haben bereits die Vereine über den Anlass informiert. Insgesamt gibt es 50 Karateclubs in der Schweiz, welche Vollkontakt-Karate betreiben. Wir erwarten rund 150 bis 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der Dreifachturnhalle der Kantonsschule Sarnen.