Experimentierfreude und Leidenschaft junger Obwaldner

Im Tüftelpark in Alpnach Dorf hat diese Woche ein Wettkampf für junge Tüftler stattgefunden. Damit will man nicht nur das Interesse der Jugendlichen wecken, sondern auch eine Massnahme gegen den Fachkräftemangel ergreifen.

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So wird im Tüftelpark gearbeitet. (Bild: PD)

So wird im Tüftelpark gearbeitet. (Bild: PD)

Dröhnende Motoren, farbige Kabel, heisser Klebstoff, Holz und Plastik. Also alles, was das Erfinderherz begehrt. Der Tüftelpark ist der Ort in Alpnach Dorf, bei dem Experimentierfreude und Leidenschaft aufeinandertreffen. Hier bringt Coach Michèl Odermatt die Kinderaugen zum Leuchten. «Mit dem Tüftelpark erhalten die Kids die Möglichkeit, ihrer Fantasie freien Lauf zu lassen», erklärt der Jungunternehmer laut einer Mitteilung. Geschult würden nebst dem spassigen Tüfteln auch Ordnung und wohlüberlegte Herangehensweise. «Es ist wichtig, für jedes Projekt einen Plan zu haben,» so Coach Paul Zimmerli.

Im Tüftelpark wurde vom vergangenen Montag bis Mittwoch fleissig gebastelt, geflickt und ausprobiert. Ziel war es, einen Roboter herzustellen, der den aufgestellten Hindernisparcours zu überwinden vermag. «Es ist super», sagt Marc Michel aus Kerns. Zu Hause baut der 11-Jährige seine Maschinen mit Lego. Zusammen mit Michael von Ah (13) aus Giswil hat er sich nun im Tüftelpark der Herausforderung gestellt. «Wenn es der Roboter am Schluss des Parcours schafft, die Rampe hochzufahren, haben wir es geschafft, aber bis dahin müssen wir noch etwas tüfteln», sagt Michael. Wenn der Roboter zudem noch gut aussieht, könnte er gar den Leister-Preis gewinnen. «Ich bastle sowieso gerne, darum wollte ich auch in meinen Ferien etwas mit den Händen machen,» so Michael.

Nur Buben anwesend

Ziel des Tüftelparks ist es, Kinder und Jugendliche für handwerkliche Berufe zu begeistern. Jeweils am Mittwochnachmittag und am Samstag können Schüler unter Anleitung im Gebäude vom Micropark Pilatus in Alpnach kostenlos experimentieren. Der Tüftelpark steuert dem Fachkräftemangel so auf innovative Weise entgegen. Obwohl im Tüftelpark auch Mädchen willkommen sind, waren dieser Tage nur Buben anwesend.

Von 30 Anmeldungen konnten letztlich 12 Jugendliche am Projekt teilnehmen. Die jungen Erfinder haben nun noch zwei Wochen Zeit, um ihren Robotern den letzten Schliff zu verpassen. Am 24. Oktober präsentieren sie ihre Roboter einer Jury. «Der Sieger erhält ein Tablet. Also zwei, damit jeder eins bekommt», erklärt Marc Michel begeistert. Und dann ist er auch schon wieder weg, abgetaucht in eine andere Welt, in die Welt des Bastelns und Kreierens. (pd/mst)