F/A-18-ABSTURZ: Trauerfeier für Absturzopfer am Donnerstag

Nach dem Absturz eines Armeeflugzeugs letzte Woche in Alpnachstad nehmen Familie, Freunde und Armee am Donnerstag Abschied von den beiden Opfern. Die Anteilnahme in der Bevölkerung ist gross. Die Luftwaffe erreichten bislang dutzende Kondolenzschreiben.

Drucken
Teilen
Polizeitaucher untersuchten nach dem Absturz der F/A-18 die Unfallstelle. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)

Polizeitaucher untersuchten nach dem Absturz der F/A-18 die Unfallstelle. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)

Für den verunglückten Piloten der Fliegerstraffel 11 findet am Donnerstagnachmittag auf dem Militärflugplatz Meiringen eine Abschiedsfeier statt, wie aus der am Dienstag publizierten Todesanzeige hervorgeht. Eine Beerdigung ist nicht vorgesehen.

Der Feier beiwohnen werden Familie, Kameraden und Angehörige. Teilnehmen wird auch Luftwaffe-Kommandant Aldo Schellenberg, wie Luftwaffe-Sprecher Jürg Nussbaum auf Anfrage sagte.

Bundespräsident Ueli Maurer werde voraussichtlich nicht anwesend sein. Eine Teilnahme von Armeechef André Blattmann sei noch offen, sagte Nussbaum am Dienstag.

Der ebenfalls verunglückte Fliegerarzt soll am Donnerstagmorgen in seiner deutschen Heimat Villingen beigesetzt werden. Unter den Trauergästen wird ebenfalls der Schweizer Luftwaffe-Kommandant erwartet.

Trauer-E-Mails und Einträge im Gästebuch

Das Unglück löste in der Bevölkerung grosse Anteilnahme aus. Bei der Luftwaffe seien bisher dutzende Kondolenzschreiben vor allem per E-Mail eingegangen, sagte Luftwaffe-Sprecher Jürg Nussbaum.

"Darunter sind viele Schreiben von Menschen, welche die Absturzopfer nicht persönlich gekannt haben", sagte Nussbaum. Die Briefe würden den Angehörigen weitergeleitet.

Auch auf der Webseite der Fliegerstaffel 11 äusserten Personen aus dem In- und Ausland in bislang über 75 Einträgen ihre Betroffenheit über das Unglück und sprechen den Angehörigen ihr Beileid aus. "Ich wünsche Euch viel Kraft und tröstende Worte. Mögen die beiden ihren letzten grossen Flug in Frieden antreten", heisst es etwa.

Der Absturz ereignete sich am vergangenen Mittwoch kurz vor 14 Uhr. Bei einem Trainingsflug prallte ein doppelsitziger F/A-18-Kampfjet aus noch unbekannten Gründen in die Felswand beim Lopper nahe Alpnachstad. Beide Insassen kamen dabei ums Leben.

sda

Ein Augenschein vor Ort an der Unglücksstelle am Lopper zeigte, dass die Bäume in der steilen, bewaldeten Bergflanke auf einer Fläche so gross wie ein Fussballfeld umgemäht wurden (Bild: Keystone)
32 Bilder
Die Militärpolizei sichert Spuren am Unfallort. (Bild: Keystone)
Spezialisten der Schweizer Armee suchen nach Absturzteile. (Bild: Keystone)
Spezialisten des forensischen Instiuts bei der Spurensicherung. (Bild: Keystone)
Die Unfallstelle am Lopper (Bild: Keystone)
Militärhelikopter kreisten immer wieder über der Unglücksstelle und brachten Personal an besonders unzugängliche Stellen. (Bild: Keystone)
Ein Wrack der F/A 18 liegt neben der Kantonsstrasse. (Bild: Keystone)
Spezialisten der Schweizer Armee untersuchen den Unfallort . Auf dem Bild zu sehen ist die abgebrochene Spitze des verunfallten F/A-18 Kampfsjets bei Alpnach. (Bild: Keystone)
Im See wurden Taucher eingesetzt. Die Frage, ob eine der Leichen im See gefunden worden ist, konnte die Militärjustiz nicht beantworten. (Bild: Keystone)
Polizisten sichern den Alpnachersee, im Hintergrund die Unfallstelle. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)
Die Feuerwehr Stansstad auf dem Alpnachersee, im Hintergrund holt der Superpuma Wasser. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)
Die Absturzstelle bei Alpnach (Bild: Keystone)
30 Sekunden nach dem Unglück hat Leserreporter Joel Ramseier dieses Bild geschossen. (Bild: Leserreporter)
Eine Leserreporterin fotografierte am Mittwoch diesen Löschhelikopter am Alpnachersee hinter dem Flugplatz. (Bild: Leserreporterin)
Polizei sichert das Gebiet auf dem Alpnachersee. (Bild: Keystone)
Bei den Löscharbeiten am Lopper kommt ein Superpuma zum Einsatz... (Bild: Keystone/EPA/Urs Flueeler)
... und wirft das Wasser über der Unfallstelle ab. (Bild: Keystone/EPA/Urs Flueeler)
Im Minutentakt holt der Helikopter Wasser aus dem Alpnachersee. (Bild: Keystone)
Der Unglücksort befindet sich direkt beim Loppertunnel oberhalb der Kantonsstrasse - beim Grenzstein zwischen den Kantonen Ob- und Nidwalden. (Bild: Keystone)
Auch die Rega flog Einsätze. (Bild: Keystone/EPA/Urs Flueeler)
Ein Polizeiboot auf dem Alpnachersee. (Bild: Keystone/EPA/Urs Flueeler)
Blick auf die Absturzstelle. (Bild: Keystone/EPA/Urs Flueeler)
Auch die Feuerwehr war mit einem Grosseinsatz vor Ort. (Bild: Leserreporer)
Aus dem Wald üder dem «Tälli» steigt Rauch auf. (Bild: Keystone/EPA/Urs Flueeler)
Die Ölwehr im Einsatz: (Bild: Keystone/EPA/Urs Flueeler)
Eine Ölsperre wird errichtet. (Bild: Keystone/EPA/Urs Flueeler)
Bild: Keystone/EPA/Urs Flueeler
EIn Helikopter über der Absturzstelle. (Bild: Leserreporter)
Die Absturzstelle und ein Bild des abgestürzten Kampfjets. (Bild: Keystone / Leserreporter)
F/A-18 Pilot Pierre de Goumoens: «Die Umkehrkurve wird abgebrochen, wenn der Pilot merkt dass er sie nicht zu Ende führen kann. Das ist eine normale und trainierte Notfallsituation. (Bild: Keystone)
Armeechef André Blattmann: «Es ist ein schwarzer Tag für die Luftwaffe.» (Bild: Keystone)
Korpskommandant Aldo C.Schellenberg: In Gedanken sind wir bei den Piloten und seinen Angehörigen.» (Bild: Keystone)

Ein Augenschein vor Ort an der Unglücksstelle am Lopper zeigte, dass die Bäume in der steilen, bewaldeten Bergflanke auf einer Fläche so gross wie ein Fussballfeld umgemäht wurden (Bild: Keystone)