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Farben und Emotionen in Stalden

Unter dem Motto «Farben» präsentierte die Musikgesellschaft Sonnenberg/Schwendi einen bunten Strauss farbiger Melodien – samt Emotionen und Glücksgefühlen.
Kurt Liembd
Farbiges Konzert: Musikgesellschaft Sonnenberg/Schwendi. (Bild: Kurt Liembd, Stalden, 10. Mai 2019)

Farbiges Konzert: Musikgesellschaft Sonnenberg/Schwendi. (Bild: Kurt Liembd, Stalden, 10. Mai 2019)

Farben und Musik: Die Kombination ist nicht abwegig, sondern höchst spannend. Dies bewies die Musikgesellschaft Sonnenberg/Schwendi eindrücklich an ihrem Jahreskonzert, das am Freitag und Samstag vor einem begeisterten Publikum in der Turnhalle Stalden über die Bühne ging. Die Idee, Farben und Musik zu verbinden, erwies sich als reizvoll, aber auch als mutig. Dies deshalb, weil die Palette an Klangfarben bei der «Schwandermuisig» rein vom Instrumentarium her begrenzt ist. Doch es ging ihr weniger um vordergründige Klang-Effekte, sondern um die tiefergründige Wirkung von Farben.

Warum spricht man in der Musik von Klangfarbe, Kolorit oder Klanggemälde? Das Jahreskonzert der «Schwandermuisig» liess darüber nachdenken und lieferte dazu die Inputs. So ist es wohl kein Zufall, dass eine Tonleiter aus sieben Tönen besteht und ein Regenbogen aus der gleichen Anzahl Farben. Schon die pompöse Eröffnung mit dem farbigen «Golden Jubilee» von Alfred Reed liess erkennen, welche Kraft dem 40-köpfigen Musikkorps innewohnt. In «Red Rock Mountain» von Rossano Galante gelang dem Musikkorps ein wunderbares musikalisches Bild des berühmten Berges in der traumhaften Berglandschaft von Pennsylvania. «Yellow Mountains» von Jacob de Haan wiederum thematisierte die kräftigen Farben, Gerüche und die Ruhe in den Bündner Bergen. Dirigent Norbert Kiser gelang es ausgezeichnet, die Intentionen der Komponisten sowie auch seine eigene Klangvorstellung auf die Musikanten zu übertragen.

Zauber der Operette wird spürbar

Warum klingt eine Trompete wie eine Trompete und warum klingt ein Waldhorn anders als eine Flöte? Die Klangfarbe macht es. Diese Erkenntnis zog sich wie ein roter Faden durchs Programm. So auch bei «Colors of the Wind» – jener Filmmusik, in der das Farbenspiel des Winds und die Schönheit der Natur besungen werden. Bekanntlich sind auch Gold und Silber Farbtöne, was bei Franz Lehars Walzer «Gold und Silber» besonders gut zum Ausdruck kam. Man kann zu Blasmusik-Arrangements aus dem Operettenbereich stehen, wie man will. Wenn man aber Lehars berühmte Musik so transparent, gefühlvoll und reizend wie die «Schwandermuisig» spielt, wird die Frage nach der Transkription obsolet, denn das Publikum spürte durchaus etwas vom Zauber der Operette. Faszinierend geriet das Porträt über Leroy Anderson, jenen Komponisten, dessen Musik auf der ganzen Welt berühmt ist. Da durften natürlich so bekannte Klassiker wie «Blue Tango», «Tickende Uhr» oder «Buglers Holiday» nicht fehlen. Den Abschluss des Konzerts bildete ein Medley von Werken der englischen Rockband «Deep Purple», welche den Ruf hat, die lauteste Band der Welt zu sein. So laut ging es dann aber doch nicht zu und her, vielmehr wurden die Höhepunkte der Rockband auf unterhaltsame Weise dargestellt.

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