Fasnächtler treffen mit schlagkräftigen Sujets

Der Umzug an der Brunni-Fasnacht in Engelberg blickte aufs Jahr zurück. Nicht nur die Sujets waren ungewöhnlich.

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Die Liebe zum Detail pflegten die Engelberger Familienfasnächtler, die sich in diesem Jahr dem Thema Dracula widmeten. (Bild: Beat Christen/Neue NZ)

Die Liebe zum Detail pflegten die Engelberger Familienfasnächtler, die sich in diesem Jahr dem Thema Dracula widmeten. (Bild: Beat Christen/Neue NZ)

Die Fasnacht lässt sich in Engelberg in kein Schema pressen. Sie ist und bleibt in ihrer Art einzigartig – nicht nur wegen der ungewöhnlichen Umzugszeit am Samstagabend. Eigentlich wissen die Organisatoren bis zum Umzugsstart nie so richtig, was die verschiedenen Dorfvereine dem auch in diesem Jahr wieder in grosser Zahl aufmarschierten Publikum entlang der Dorfstrasse vorsetzen.

Die Engelberger Felstechniker malten in der Dorfstrasse neue Fussgängerstreifen und nahmen dabei die Arbeit des Engelberger Bauamts auf die Schippe. (Bild: Beat Christen)
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Brunni-Fasnacht in Engelberg. Grosses Indianergeheul in der Dorfstrasse. Die Muki-Turngruppe überraschte die Zuschauer in diesem Jahr als grosse und kleine Indianer. (Bild: Beat Christen)
Ajax Welläbärg ist eine seit Jahren gern gesehene Gruppe in Engelberg. Das Ressort von Sawiris in Andermatt war das Thema. Perfekte Golfabschläge inklusive. (Bild: Beat Christen)
Auch das gehört zum Engelberger Fasnachtsumzug: Spontan mitlaufende Einzelmasken oder Gruppen. (Bild: Beat Christen)
Die Liebe zum Detail pflegten die Engelberger Familienfasnächtler, die sich in diesem Jahr dem Thema Dracula widmeten. (Bild: Beat Christen)
Kaffee mit oder ohne Zusatz wird am Engelberger Fasnachtsumzug in rauen Mengen ausgeschenkt. Und das alles ohne Vignetten. (Bild: Beat Christen)
In Engelberg hat man längst aufgehört zu zählen, wie oft die Rega Skifahrer aus dem Galtiberg retten musste. Das Rega-Schweden-Taxi war ein willkommenes Sujet dafür am Fasnachtsumzug. (Bild: Beat Christen)

Die Engelberger Felstechniker malten in der Dorfstrasse neue Fussgängerstreifen und nahmen dabei die Arbeit des Engelberger Bauamts auf die Schippe. (Bild: Beat Christen)

Nichts, was in den vergangenen 12 Monaten in Engelberg passierte, blieb den Fasnächtlern verborgen. Der Brunni-Fasnachtsumzug war ein Jahresrückblick der besonderen Art. Dabei ging man auch mit heikleren Themen wie den verschwundenen 10 Millionen Franken bei den Titlis-Bahnen sehr subtil um. Und selbst dem neuen Abt wird eine himmlische Bettruhe gegönnt, nachdem bekannt geworden ist, dass er in den letzten Jahren in einem viel zu kurzen Bett nächtigen musste. Dass die Rega schon bald im Gebiet Galtiberg einen Heli-Taxistand eröffnen könnte, um die vorwiegend skandinavischen Gäste zu evakuieren, war ein ebenso viel beachtetes Umzugssujet wie die neue Brünig-Arena der Schwinger.

Beat Christen