Die Feuerwehr Sarnen war fast 2000 Stunden im Einsatz

Die Feuerwehr ist im letzten Jahr 88-mal ausgerückt – 18-mal mehr als im Vorjahr.

Kurt Liembd
Drucken
Teilen
Das «Füürwehrchörli» Willisau sorgte für Stimmung am Jahresrapport der Stützpunktfeuerwehr Sarnen.

Das «Füürwehrchörli» Willisau sorgte für Stimmung am Jahresrapport der Stützpunktfeuerwehr Sarnen.

Bild: Kurt Liembd (Sarnen, 8. Februar 2020)

Nur drei Tage nach dem Gedenktag der Heiligen Agatha (5. Februar), der Schutzpatronin der Feuerwehr, hielt die Stützpunktfeuerwehr am Samstag ihren Jahresrapport.

Die traditionelle Agathafeier begann bereits am späten Nachmittag mit der Prozession durchs Dorf in die Pfarrkirche, wo der Gedächtnisgottesdienst stattfand. Während der Prozession trugen die Feuerwehrleute die Statue ihrer Schutzpatronin Agatha und jene von Bruder Klaus. Denn der Landesheilige soll den verheerenden Sarner Dorfbrand vom 14. August 1468 von Flüeli-Ranft aus mit einem Kreuzzeichen gelöscht haben.

Am Gottesdienst dankte Pfarrer Bernhard Willi den Feuerwehrleuten für ihren Einsatz und stellte sie unter Gottes Schirmherrschaft.

Ohne Kommunikation läuft nichts

Am Abend trafen sich Feuerwehrleute, Behördenmitglieder und Gäste zum Nachtessen und Jahresrapport im Kurhaus am Sarnersee. Der für die Feuerwehr zuständige Gemeinderat Marcus Wälti betonte die Wichtigkeit der Kommunikation. «Nebst dem Wasser für die Brandbekämpfung ist Kommunikation ein sehr wichtiger Teil. Ohne Kommunikation läuft bei der Feuerwehr nichts.» Aus diesem Grunde habe er sich schon gefragt, ob es vielleicht auch einen Schutzheiligen für Kommunikation und die Internetnutzung brauche, so Marcus Wälti.

Auch Landammann Christoph Amstad wartete mit sinnreichen Gedanken auf und appellierte an Optimismus. «Unser Leben ist ein Geschenk, das wir mit Liebe und Sorgfalt hüten sollen.» Man solle sich im Leben nicht auf die dunklen Flecken konzentrieren, sondern auf das Schöne, so Amstad.

Zahlreiche Beförderungen

In seinem Jahresbericht wartete Kommandant René Kiser mit interessanten Fakten und Zahlen auf. Die Feuerwehr Sarnen setzt sich Ende Jahr aus 156 Feuerwehrleuten (135 Männer und 21 Frauen) zusammen, das sind 6 mehr als im Vorjahr.

«Im vergangenen Jahr haben 14 Kameraden das Einführungsjahr erfolgreich absolviert», freute sich René Kiser. Zudem durften im laufenden Jahr 13 neue Rekruten aufgenommen werden. 18 Leute wurden befördert oder in andere Funktionen ernannt, während 7 Feuerwehrleute nach teils langjährigem Einsatz entlassen werden konnten. Bei den Entlassenen am längsten dabei waren Remo Fanger (25 Jahre) und Bruno Kiser (27 Jahre).

Weiter erwähnte Kommandant René Kiser, dass die Feuerwehr Sarnen im letzten Jahr zu insgesamt 88 Einsätzen (Vorjahr: 70 Einsätze) aufgeboten wurde. Geleistet wurden dabei 1984 Arbeitsstunden (Vorjahr: 1490 Stunden). Von den 88 Einsätzen waren für 19 Brandbekämpfung, 8 betraf die Ölbekämpfung, je 4 Strassenrettung und technische Hilfeleistung, und 32 waren Fehlalarme. Der Rest waren diverse Einsätze. Zusätzlich leistete die Abteilung Verkehr weitere 31 Einsätze an Veranstaltungen, so an der Ruderregatta, am Halbmarathon, an Versammlungen und Konzerten und investierte dafür gesamthaft 375 Stunden.

In seinem Schlusswort sagte René Kiser: «Rückblickend stelle ich fest, dass die Jahresziele 2019 erreicht wurden und sich die Ausbildungs- und Führungsstruktur bewährt hat.» Zudem bedankte er sich bei den politischen Verantwortlichen für die «immer volle Unterstützung». Beim Nachtessen sorgte das Füürwehrchörli Willisau für Unterhaltung und René Kiser wartete mit humoristischen Reminiszenzen des vergangenen Feuerwehrjahres auf.