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FCB-Goalie Jonas Omlin gibt sich in Sarnen ganz persönlich

Die SRG Obwalden hat am Mittwoch zu einer Gesprächsrunde geladen. Der FCL-Crack Christian Schneuwly und FC-Basel-Goalie Jonas Omlin zeigten dabei, dass man auch als Profifussballer mit beiden Füssen auf dem Boden bleiben kann.
Primus Camenzind
Christian Schneuwly (links) und Jonas Omlin umrahmen Moderatorin Michèle Schönbächler. (Bild: Primus Camenzind (Sarnen, 7. November 2018))

Christian Schneuwly (links) und Jonas Omlin umrahmen Moderatorin Michèle Schönbächler. (Bild: Primus Camenzind (Sarnen, 7. November 2018))

Zu den rund 70 Personen, die der Generalversammlung der SRG Obwalden am vergangenen Mittwoch in Sarnen beiwohnten, gesellten sich nach Versammlungsschluss etwa 30 Sportfreunde. Während gut einer Stunde gab nun der Fussball den Ton an. Die Sarnerin Michèle Schönbächler, Kommentatorin beim SRF, entlockte als Gesprächsleiterin den beiden Spielern spannende Details.

Spannend deshalb, weil sich Mittelfeldspieler Christian Schneuwly (30) und Goalie Jonas Omlin (24) in unterschiedlichen Phasen ihrer Karrieren befinden. Trotzdem sind sich die beiden in ihrer Berufsauffassung einig. Sie widersprechen dem gängigen Bild des Fussballstars und machten deutlich, dass ihr Beruf «kurze Beine» hat und deshalb mit Bedacht ausgeübt werden muss.

So schnell wie möglich zurück auf den Platz

Zu Beginn der Gesprächsrunde war von Verletzungen die Rede. Schneuwly, der bei den Berner Klubs Biel, Thun und den Young Boys gross geworden ist, durfte feststellen, dass er in seiner Profilaufbahn verletzungsbedingt bisher höchsten «zwei bis drei Wochen» ausgefallen ist. Etwas härter betroffen war bisher Omlin. Erst vor zwei Wochen kehrte der Obwaldner beim FC Basel von einer längeren Verletzung in die Mannschaft zurück. Omlin: «So etwas muss ich einfach akzeptieren. Allerdings ist zuschauen nicht angenehm. Deshalb setze ich jeweils alles daran, so schnell wie möglich wieder auf den Platz zurückzukehren.»

Die Moderatorin wollte vom Torhüter wissen, wie im letzten Sommer sein überraschender Wechsel von Luzern zum FC Basel zustande gekommen ist. «Ich habe schon ein wenig gepokert», erklärte Omlin. Schliesslich hat man ihm nur die Rolle des Ersatztorhüters angeboten. «Die Nummer 1 Tomás Vaclík hat im Juli gewechselt. Ich habe alles richtig gemacht.» Der 24-Jährige denkt allerdings weiter: «Man darf nichts überstürzen und muss zum richtigen Zeitpunkt für sich selber handeln.» Obwohl er hin und wieder die Schweizer Nationalmannschaft oder den Wechsel ins Ausland im Kopf hat, gibt er ganz klar zu verstehen: «Alles zu seiner Zeit. Mein Fokus liegt jetzt beim FC Basel. Ich bin ja erst seit einigen Monaten dabei. Mit dem FCB möchte ich Meister werden.»

Christian Schneuwly sagt: «Ich fühle mich wohl beim FC Luzern.» Dort hat er einen Vertrag bis 2020. Der gebürtige Freiburger ist verheiratet und seit Herbst 2016 Vater eines Sohnes. Auf die Rolle als Führungsspieler angesprochen, reagiert der 30-Jährige realistisch: «Ich bin nicht dazu geboren, sondern hineingewachsen. Aber die Jungen nehmen meine Ratschläge an.» Seine nähere Zukunft sieht Schneuwly weiterhin auf dem Fussballplatz. «Wenn man sich fit hält und seine Rolle im Spiel findet, kann man diesen Beruf ziemlich lange ausüben.» Dass beide Gesprächsgäste mit beiden Füssen auf dem Boden stehen, bestätigte sich nochmals: Als Wichtigstes im Leben bezeichnete Schneuwly seine Familie, während Omlin – seinem jugendlichen Alter geschuldet – die Gesundheit in den Vordergrund stellte.

Eine gewisse Gelassenheit gegenüber den Medien

Obwohl Jonas Omlin in den sozialen Medien präsent ist, bewertet er diese Kanäle nüchtern: «Es geht durchaus auch ohne.» Kritik nimmt er ebenfalls gelassen: «Ich lese die Berichterstattung über meinen Klub kaum. Wenn ich schlecht spiele, weiss ich das selber und muss nicht zuerst die Zeitung lesen.»

Gegenüber Schneuwly bemängelte Moderatorin Schönbächler die mehrheitlich nichtssagenden Statements der Spieler in den TV-Kurzinterviews direkt nach den Spielen. Schneuwly: «Mag sein. Aber es ist auch gut, dass wir zuerst herunterfahren, um niemanden verbal in die Pfanne zu hauen.»

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