Felssturz im hinteren Engelbergertal

Am Donnerstag lösten sich gegen 10 Uhr am Sattelstöckli im hinteren Engelbergertal rund 5‘000 Kubikmeter Fels. Das Gestein stürzte rund 600 Meter in die Tiefe. Neue Felsstürze werden nicht ausgeschlossen.

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Die Abbruchstelle, gesehen aus dem Helikopter. (Bild: pd)

Die Abbruchstelle, gesehen aus dem Helikopter. (Bild: pd)

Wie aus einer Medienmitteilung der Einwohnergemeinde hervorgeht, liegt die Abbruchstelle auf einer Höhe von rund 2400 Metern über Meer. Beim abgebrochenen Felsmaterial handle es sich um Gneise des Aarmassivs. Die Felsmassen zerbrachen stark und kamen grösstenteils auf dem so genannten «Gillenboden» auf 1800 Metern über Meer zum Stillstand.

Am Nachmittag habe ein Geologe zusammen mit Vertretern der Naturgefahrenkommission Engelberg und der Gemeindeführungsorganisation vom Helikopter aus die Abbruchstelle besichtigt. Aufgrund dieses Augenscheins vor Ort können weitere kleinere Nachbrüche nicht ausgeschlossen werden, so die Mitteilung. Dabei könne es auch zu starker Staubentwicklung wie beim Abbruch vom Donnerstag kommen.

Der Blick hoch zum Sattelstöckli und dem Felssturz. (Bild: pd)

Der Blick hoch zum Sattelstöckli und dem Felssturz. (Bild: pd)

Offizielle Wanderwege sind vom ersten Abbruch und von möglichen Nachbrüchen aber keine betroffen. Es handelt sich dabei gemäss Aussagen der Fachleute um natürliche Ereignisse, wie sie in diesem Gebiet aufgrund der geologischen Beschaffenheit dieser Geländekammer keine Seltenheit darstellen würden.

pd/kst