FERNSEHEN: Polo Hofer zum Trotz: Ast am «Silvesterstadl»

Andy Borg moderiert live aus der Wiener Altstadt den Vier-Stunden-Countdown zum Jahreswechsel. Mit von der Partie sind auch ein Zentralschweizer Musiker – und schon gibts Unkenrufe.

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Florian Ast bei einem Konzert in Kägiswil. (Archivbild Priska Müller/Neue OZ)

Florian Ast bei einem Konzert in Kägiswil. (Archivbild Priska Müller/Neue OZ)

«Dass ich zum ?Silvesterstadl? eingeladen worden bin, liegt sicher an meiner Zusammenarbeit mit Ötzi», ist der in Sachseln wohnhafte Florian Ast (34) überzeugt, wie er gegenüber der «Glückspost» sagte. Ast hat acht von 13 Songs für DJ Ötzis Album «Hotel Engel» geschrieben, das sich 24 Wochen in den Schweizer Charts hielt (Höchstplatzierung 5). Den «Silvesterstadl»-Zuschauern wird der Berner mit einer Hochdeutsch-Version von «Meine Heimat» einheizen; auch eine neue, rockigere Version seines Hits «Daneli» soll zum Zug kommen, wie das People-Heft weiter schreibt.

«Was zählt, ist die Freude an der Musik»
Ebenfalls aus der Zentralschweiz dabei ist die Schlagersängerin Yasmine-Mélanie Wyrsch aus Hünenberg. Die 19-Jährige wurde im Verlauf des Jahres mit zahlreichen Preisen – unter anderem mit dem «Kleinen Prix Walo» – eingedeckt. «Was zählt, ist, dass die Menschen Freude an der Musik haben», kontert der Jungstar versöhnlich im «Blick» die von Mundartrock-Urgestein Polo Hofer geäusserten Vorwürfe gegen Florian Ast, der sich mit seinem Auftritt beim «Silvesterstadl» zum «Schlagersänger» mache.

Und das war keineswegs als Kompliment gemeint – hatte der 64-Jährige doch gewettert, dass beim Schlager «mit Kinderlyrik Schwachsinn verbreitet und eine heile Welt vorgelogen wird». Florian Ast selber kommt im Artikel selber nicht zu Wort, aber andere Exponenten aus der Szene bieten Hofer die Stirn: «Solche Aussagen kommen von Leuten, die keine ­Ahnung haben oder den Schlager nur oberflächlich kennen», ist etwa der Urner Leonard überzeugt. Ausserdem: «Polo macht ja selber Schlager, einfach auf Schweizerdeutsch.»

scd

HINWEIS
«Silvesterstadl». Donnerstag, 31. Dezember 2009, 20.15 Uhr, SF 1