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FESTIVAL: «Zwei Wochenenden hätten mehr Potenzial»

Die zehnte Ausgabe von Obwald ist am Wochenende abgeschlossen worden. Von den musikalischen Begegnungen bis zum Publikum: Es war ein voller Erfolg.
Neben fremdem Brauchtum darf am Obwald auch einheimisches nicht fehlen: Obwaldner Bödälär. (Bild Pius Amrein)

Neben fremdem Brauchtum darf am Obwald auch einheimisches nicht fehlen: Obwaldner Bödälär. (Bild Pius Amrein)

Pirmin Bossart

Am diesjährigen Obwald war alles ein wenig üppiger und aufwendiger: Erstmals fand das Volkskulturfest auf der Waldlichtung Gsang bei Giswil an zwei Wochenenden statt. Das 10-Jahr-Jubiläum gab auch Anlass, einen zusätzlichen Extraabend mit allen Formationen einzuschalten, der vom Fernsehen SRF aufgezeichnet wurde. Der umfangreiche Beitrag wurde gestern Abend ausgestrahlt und wird am nächsten Samstag um 12.15 Uhr nochmals zu sehen sein.

«Ich bin sehr glücklich und zufrieden, wie alles gelaufen ist», kommentierte gestern Festivalleiter Martin Hess. «Es gab so viele berührende Begegnungen und Momente.» Die Crew sowie Helferinnen und Helfer trafen sich gestern Abend nochmals auf der Waldlichtung hinter der Bühne, um gemeinsam per Beamer den SRF-Film anzuschauen.

6500 Zuschauer

Obwald hat auch dieses Jahr mit 97,5 Prozent eine beneidenswerte Auslastung erzielt. «Abgesehen von den beiden Donnerstagen, an denen in den hintersten Reihen ein paar Plätze frei blieben, waren wir immer ausverkauft.» In den vergangenen Jahren wurden jeweils rund 3500 Zuschauer gezählt. Dieses Jahr waren es 6500.

Hess freute sich, dass allein 1770 Tickets an Obwaldner verkauft werden konnten. Die Einheimischen stellten rund einen Drittel des Publikums. Je ein weiteres Drittel kam aus der Zentralschweiz sowie der übrigen Schweiz. Von den Einzelorten gingen fast 500 Tickets an Besucher aus der Stadt Luzern, gefolgt von Zürich und Basel.

Gestern Vormittag machte Martin Hess mit Musikern aus Bhutan einen Ausflug auf den Titlis, um ihnen die Innerschweizer Bergwelt zu zeigen. Heute Montag wird die Sängerin Chimi Wangmo in einem Tonstudio in Stalden Testaufnahmen machen. Die CD-Einspielung soll im September in Bhutan folgen. Hess wird den längeren Aufenthalt auch dafür nutzen, um während 98 Stunden den höchsten Zeremonienmeister der Klöster in Bhutan zu filmen, wie er mit einer Gestensprache die Rituale erklärt. «Die Mönche haben mich um diese Dokumentation gebeten. Sie wird allen Klöstern zugutekommen.»

Gastland bleibt

Dass es mit Obwald weitergeht, ist keine Frage. Wohl aber, in welcher Form. Hess verhehlt nicht, dass er das Konzept mit zwei Wochen am liebsten beibehalten möchte. «Musikalisch-künstlerisch sehe ich ein grosses Potenzial.» So könnten die Tage zwischen den Wochenenden genutzt werden, um vertieftere Zusammenarbeiten zwischen den unterschiedlichen Kulturen zu ermöglichen. «Aber natürlich mache ich das nur, wenn auch die Crew dafür bereit ist. Und schliesslich wird der Vorstand entscheiden, ob das eine Option ist oder ob es bei einem Wochenende bleibt.»

Eine neue Akzentuierung hat Hess bei der Programmierung vor. Die fixen Bereiche Obwalden und Gastland sollen bleiben. Er werde bei der Gestaltung des Programms weiterhin zuerst von den einheimischen Jodlern und Formationen ausgehen, sagt Hess. «Dann suche ich ein Gastland. Neu ist, dass ich mich nicht mehr auf eine bestimmte andere Schweizer Region konzentrieren möchte, sondern ergänzend aus der Schweiz dazu nehme, was passt und am meisten Sinn macht.»

Hinweis

Wiederholung der gestern Abend ausgestrahlten TV-Aufzeichnung: Sa, 18. 7., 12.15 Uhr, SRF Info.

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