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Festliche Adventsmusik erklingt in der Kirche Stalden

Der Orchesterverein Sarnen sorgte unter Luca Fiorini in der stimmig schönen Schwanderkirche für adventlichen Frieden und Wärme. Einen Glanzpunkt setzte dabei die Solistin Josefiina Dunder.
Romano Cuonz
Die Flötensolistin Josefiina Dunder und der Orchesterverein unter der Leitung von Luca Fiorini begeisterten das Publikum mit Musik von Mozart. (Bild: Romano Cuonz (Stalden, 8. Dezember 2018))

Die Flötensolistin Josefiina Dunder und der Orchesterverein unter der Leitung von Luca Fiorini begeisterten das Publikum mit Musik von Mozart. (Bild: Romano Cuonz (Stalden, 8. Dezember 2018))

Die Geschichte, dass Wolfgang Amadeus Mozart dem Flötenklang gegenüber eine veritable Abneigung gehegt haben soll, hält sich hartnäckig. Seit nun schon über 200 Jahren. Was man aber nicht so genau weiss: Ob dies tatsächlich wegen dem Klang des Instruments so war oder doch eher, weil es damals an guten Interpreten fehlte.

Tatsache ist, dass Mozart all dem zum Trotz zwei wunderschöne und zugleich sehr anspruchsvolle Flötenkonzerte komponiert hat. Gerade das G-Dur-Konzert beansprucht alle Lagen der Flöte und lotet ihre spieltechnischen Möglichkeiten ganz und gar aus. Wie virtuos nun die geborene Finnin Josefiina Dunder im Adventskonzert des Orchestervereins Sarnen den Solopart meisterte, war grosse Klasse. Selbst die hohen Töne im «Adagio non troppo» spielte sie mit Leichtigkeit, Eleganz und wo nötig auch mit Zartheit. Da hätte wohl selbst Mozart seine Vorbehalte fallen gelassen!

Herausforderungen fürs Orchester

Was bei diesem Werk besonders auffiel: Dem Dirigenten Luca Fiorini gelang es erstaunlich gut, eine sehr fein austarierte Balance zwischen Solistin und Orchester zu erreichen. Bläser und auch Streicher gaben wirklich alles und spornten damit die Solistin ihrerseits zu einer Höchstleistung an. Man spürte – vom Allegro übers Adagio bis zum temperamentvollen Rondo, Tempo di Menuetto – dass an diesem «Konzert für Flöte und Orchester (KV 313)» aussergewöhnlich viel gearbeitet worden war. Und dies hatte sich gelohnt. Das Publikum applaudierte begeistert. Luca Fiorini (Dirigent des OVS seit 2009) forderte dem 30 Frauen und Männer zählenden Orchester alles ab. Allein schon das in seinen vier Sätzen unglaublich variantenreiche «Divertimento (KV 113)» von Mozart weist über Passagen einen hohen Schwierigkeitsgrad auf. Fanfaren von Klarinetten und Hörnern wechseln mit spielerischen Streicherpassagen. Die Bandbreite reicht bis zum schon fast Opernhaften. Da und dort fiel es nicht ganz leicht, den hohen musikalischen Ansprüchen des Werks voll zu genügen. Technische Mängel aber wurden durch eine spürbar grosse Freude am Musizieren wettgemacht.

Adventliche Stimmung kam vor allem auch bei den drei Sätzen aus Mozarts berühmter «Posthorn-Serenade (KV 320)» – Concertante, Andantino und Rondo – auf. Neben gefällig stimmungsvollen Parts für die Streicher kommen in diesem Werk immer auch Fagotte Klarinetten, Flöten und Hörner zum Zuge. Mehrfach gar mit gefällig herausragenden Solosequenzen.

Inniger Friede für Musiker und Publikum

Zum Abschluss des Konzerts bearbeitete der in Rom aufgewachsene Musiker und Dirigent Luca Fiorini vier kurze Klavierstücke von Robert Schumann für «sein» Orchester. Nochmals wird die grosse Spielfreude hör- und spürbar: Vor allem im Stück «Abschied op. 82», mit dem es dem Dirigenten darum ging, Musikerinnen, Musiker, aber eben auch das Publikum, «mit Dankbarkeit, Wärme und innigem Frieden zu erfüllen». Das gelang ihm und dem Orchester. Was besonders schön war: Im Gegensatz zu Blasmusiken landauf landab, verzichtete dieser Verein beim Konzert auf jegliche launige Moderationen oder lange Dankesreden. Für einmal durfte man einfach Musik hören. Festliche Musik ohne unnötige Worte: in einer architektonisch wunderschönen Kirche zwischen Tradition und Moderne.

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