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Fette Beats und grandiose Stimmung auf dem Sarner Landenberg

Die dritte Ausgabe des Festivals Rapattack wartete mit zahlreichen Neuerungen auf – und grossen Stars.
Irene Infanger
Manillio sorgt am Rapattack Festival für gute Stimmung. (Bild: Irene Infanger, Sarnen, 27. Juli 2019)

Manillio sorgt am Rapattack Festival für gute Stimmung. (Bild: Irene Infanger, Sarnen, 27. Juli 2019)

«Wer von euch war gestern schon hier?» Ein lauter Jubel bricht in der dicht gedrängten Menge vor dem Schweizer Rap-Star Manillio aus. Dieser lacht und meint nur: «Und, habt ihr immer noch Energie?» Die Antwort kommt ebenso laut: «Yeeeeaaah!» Der zweite Festivaltag am Samstag kam mit dem Auftritt von Manillio so richtig in Fahrt. Obwohl es auf dem Landenberg kurz vorher wie aus Kübeln goss, war die Stimmung am dritten Rapattack Festival bestens. Auf, wie vor der Bühne. Schliesslich war dieser Bereich erstmals mit einem grossen Zelt überdeckt worden. Dicht gedrängt, dafür trocken und gut gelaunt, tanzten die Festivalbesucher zum Beat. «Mir gefällt es hier – ihr seid ja voll dabei», sagte Manillio im sympathischen Solothurner Dialekt und genoss seinen Auftritt auf dem Landenberg sichtlich.

Nur wenige Meter von ihm entfernt, zuvorderst an der Bühne, stand sein wohl jüngster Fan an diesem Abend – genauso zufrieden: der 10-jährige Nils Risi. Gemeinsam mit seinen Eltern Nicole und Marius erlebte er erstmals ein Konzert seines Idols hautnah. Marius Risi, Leiter des Amts für Kultur und Sport des Kantons Obwalden, besuchte bereits im vergangenen Jahr das Festival, damals mit Tochter Anna-Mira. Heute war die ganze Familie dabei. «Als Kulturbeauftragter des Kantons bin ich oft an Veranstaltungen anzutreffen. Nach Möglichkeit mit Familie», sagt der zweifache Familienvater. Er selbst geniesst den Auftritt von Manillio ebenso wie Sohnemann Nils. «Das Festival hier ist absolut perfekt», strahlt er nach dem Konzert. Er sei beeindruckt, was das junge Organisationskomitee wieder auf die Beine gestellt habe. «Es ist alles hoch professionell organisiert». Und der junge Nils? Auf die Frage, ob das Konzert ihm gefallen hat, kommt lediglich ein kurzes Ja, das Strahlen im Gesicht ist aber schon Antwort genug.

Festival stetig ausgebaut

Der Samstag war der zweite Höhepunkt des diesjährigen Festivals Rapattack. Mit Das EFX konnte das Organisationskomitee eine Gruppe engagieren, die in der Hip-Hop-Szene zu den legendärsten Künstlern zählt. Das Duo aus New York steht bereits seit 25 Jahren auf der Bühne – am Samstagabend zum ersten Mal in Sarnen. Bereits am Freitag gastierte mit der deutschen Gruppe Genetikk eine weitere grosse Nummer in der Hip-Hop-Szene auf dem Landenberg. «Das Festival heuer hat mit jenem des vergangenen Jahres nur wenig gemeinsam», erklärt OK-Mitglied Luca Gnos mit Blick auf das diesjährige Line-up. Während im vergangenen Jahr sechs Künstler auf der Bühne standen, konnte das Angebot heuer verdoppelt und mit namhaften Künstlern gespickt werden. Dank eines guten Rufs und entsprechender Sponsoring-Verträge, mit denen solche erst bezahlt werden können. «Wir haben das Festival über die letzten Jahre laufend ausgebaut, sodass wir heuer gleich zwei Konzertabende anbieten konnten.» Die Nachfrage scheint da zu sein. Nach einem, wie es Medienchef Gnos sagt, «perfekten Start mit grandioser Stimmung» am Freitag, war der Aufmarsch auch am Samstag gross – trotz unsicherer Wetterlage. Allein im Vorverkauf gingen rund 1200 Tickets weg. «Doppelt so viele wie letztes Jahr», betont Luca Gnos, mit seinen 25 Jahren der Älteste der acht OK-Mitglieder.

Mit Attraktionen wie der Graffiti-Wand, dem Breakdance-Battle und Auftritten von lokalen Künstlern will das Rapattack-Festival sich zudem von anderen Festivals abheben. Gleichzeitig nutzten die Veranstalter das Gelände voll aus und organisierten am Donnerstagabend eine Comedy Night. «Hip-Hop zieht ein eher junges Publikum an. Wir wollten auch anderen Zielgruppen etwas bieten», begründete Gnos die Idee. Und mit den drei unterschiedlichen Künstlern – Claudio Zuccolini, Johnny Burn und Instagram-Star Gabirano – ging die Rechnung auf.

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