FINANZEN: Minus in der Obwaldner Rechnung wächst an

Das Defizit in der Obwaldner Rechnung ist 2014 auf 3,7 Millionen Franken angewachsen. Gründe dafür gibt es zwei. Hätte man die Reserven nicht angezapft, wäre das Ergebnis noch schlechter ausgefallen.

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Obwalden könne sich dem generellen Trend der sich weiter verschlechternden öffentlichen Finanzen nicht entziehen, erklärte der Regierungsrat Hans Wallimann. (Bild Markus von Rotz)

Obwalden könne sich dem generellen Trend der sich weiter verschlechternden öffentlichen Finanzen nicht entziehen, erklärte der Regierungsrat Hans Wallimann. (Bild Markus von Rotz)

Das operative Ergebnis schloss mit einem Minus von 14,7 (Budget: 13,1) Mio. Fr. Der Aufwand lag bei 276,2 (278,4) Mio. Fr. Die Rechnung 2014 schliesse erstmals seit 1997 wieder schlechter ab als budgetiert, nämlich um 1,6 Mio. Franken, teilte die Obwaldner Regierung am Donnerstag mit.

Ausschlaggebend seien um rund 3 Mio. Fr. tiefere Fiskaleinnahmen und das Ausbleiben des Anteils am Nationalbankgewinn in gleicher Höhe. Die Ausfälle hätten trotz restriktiver Budgetkontrolle und Mehreinnahmen bei anderen Positionen nicht vollständig kompensiert werden können, hiess es in der Mitteilung.

Obwalden könne sich dem generellen Trend der sich weiter verschlechternden öffentlichen Finanzen nicht entziehen, erklärte der Regierungsrat.

Im vergangenen Jahr wurde der Staatshaushalt mit 11 Millionen Franken aus der Reserve aufpoliert. Danach blieben noch 32 Mio. Fr. übrig. Die Reserve soll bis 2018 aufgebraucht sein.

Spätestens ab 2018 sei eine Korrektur sowohl der Ausgaben wie auch der Einnahmen unumgänglich, damit die Schuldenbremse eingehalten werden könne, schrieb der Regierungsrat. Auch die Nettoinvestitionen müssten wieder auf ein finanzierbares Niveau reduziert werden.

Im vergangenen Jahr investierte Obwalden netto 24,5 (29,5) Mio. Fr. Die grössten Projekte waren der Neubau des Bettentrakts des Kantonsspitals (11,3) und Schutzwald- respektive Wasserbauten (8). Der Selbstfinanzierungsgrad lag bei 8 (33) Prozent. Dadurch sank das Nettovermögen des Kantons von 63,0 auf 40,2 Mio. Fr. oder 1085 Fr. pro Einwohner.

sda

Übersicht über die Obwaldner Finanzen. (Bild: PD)

Übersicht über die Obwaldner Finanzen. (Bild: PD)

Die Kennzahlen im Vergleich. (Bild: PD)

Die Kennzahlen im Vergleich. (Bild: PD)