Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

FINANZEN: Obwalden Tourismus beendet Durststrecke

Nach einem turbulenten 2016 sieht die Rechnung des zu Ende gehenden Geschäftsjahres von Obwalden Tourismus wieder besser aus. Hauptgrund ist das neue Tourismusgesetz, das jetzt wieder bundesgerichtskonform ist.
Matthias Piazza
Obwalden Tourismus verzeichnete mehr Übernachtungen. Auf dem Bild das Hotel Family Lodge. (Bild: Markus von Rotz (Melchsee-Frutt, 7. Juli 2017))

Obwalden Tourismus verzeichnete mehr Übernachtungen. Auf dem Bild das Hotel Family Lodge. (Bild: Markus von Rotz (Melchsee-Frutt, 7. Juli 2017))

Matthias Piazza

matthias.piazza@obwaldnerzeitung.ch

«Obwalden Tourismus hat ein turbulentes Jahr hinter sich», ­sagte Verwaltungsratspräsident Florian Spichtig an der Generalversammlung diesen Mai. Von einer Unterbilanz war die Rede, sprich, dass die gesetzlichen Reserven und die Hälfte des Aktienkapitals nicht mehr gedeckt waren. Die Rechnung 2016 schloss mit einem Minus von 205'000 Franken ab – bei einem Aufwand von 1,06 Millionen Franken. Noch im Jahr zuvor hatte ein kleiner Gewinn von 4200 Franken herausgeschaut. Nun sieht es wieder besser aus, wie Verwaltungsratspräsident Florian Spichtig auf Anfrage erklärt. Er geht für 2017 von einem klaren Plus aus.

Der Grund für den finanziellen Taucher im 2016 war ein Entscheid des Bundesgerichts, das zwei Beschwerden gegen das kantonale Tourismusgesetz guthiess. Es beurteilte es als unrechtmässig, dass Zweitwohnungs­besitzer, die ihre Wohnungen oder Gebäude ausschliesslich ­selber nutzen, von der Tourismusabgabe befreit sind, sofern sie in Obwalden ihren steuerlichen Wohnsitz haben.

Bis zur Gesetzesanpassung am 1. Januar 2017 durfte der Kanton von sämtlichen Zweitwohnungsbesitzern keine Tourismusabgaben mehr einziehen. Für ­Obwalden Tourismus AG fielen so im 2016 Einnahmen von rund 350'000 Franken weg.

«Diese Durststrecke ist nun vorüber», freut sich Florian Spichtig. Die Tourismusabgaben der Zweitwohnungen fliessen seit Anfang Jahr wieder. Ein zinsloses Darlehen von 200000 Franken des Kantons, das Auflösen von Reserven, eine Reduktion von Stellenprozenten und weitere Massnahmen hätten zu einer weiteren Entspannung der finanziellen Situation geführt.

Auch die Hotelübernachtungszahlen stimmen ihn zuversichtlich. Sie stiegen im Sarneraatal von Januar bis Ende Oktober 2017 gegenüber dem Vorjahr um 2,6 Prozent auf rund 240'000.

Glücklich ist Spichtig auch mit den neuen Co-Geschäftsführerinnen Franziska Portmann und Bea Brunner, die seit letztem Juli im Amt sind. «Sie machen einen hervorragenden Job.» Für 2018 werden 490'000 Franken fürs Marketing budgetiert – rund 65'000 Franken mehr als für 2017. Damit wolle man sich insbesondere auf Schweizer Touristen und Gäste aus dem nahen Ausland konzentrieren.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.