FINANZEN: Obwaldner Regierungsrat gibt erste Eckwerte zur geplanten Umsetzung der Steuervorlage 17 bekannt

Die heutigen Regelungen für kantonale Statusgesellschaften werden international nicht mehr akzeptiert. deshalb sind steuerliche Massnahmen nötig, welche mit der geplanten Steuervorlage 17 eingeführt werden sollen. Der Obwaldner Regierungsrat rechnet mit Mehreinnahmen von insgesamt 1,8 Millionen Franken.

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In Zug können Kanton und Gemeinden mit mehreren Millionen Franken Mehreinnahmen rechnen. (Bild: Archiv Keystone)

In Zug können Kanton und Gemeinden mit mehreren Millionen Franken Mehreinnahmen rechnen. (Bild: Archiv Keystone)

Der Obwaldner Regierungsrat plant bei der Umsetzung der Steuervorlage 17 (SV17) laut einer Medienmitteilung der Staatskanzlei vom Donnerstag folgende Eckwerte:

  • Die Gewinnsteuerbelastung soll im Rahmen der SV17 nicht verändert werden. (Geschätzte Mehr- und Mindereinnahmen: keine)
  • Die Einführung einer Patentbox mit einer Ermässigung von 80 Prozent (nicht quantifizierbar)
  • Zusätzlicher Forschungs- und Entwicklungsabzug von 50 Prozent (- 0,1 Millionen Franken)
  • Entlastungsbegrenzung: Steuerliche Ermässigung durch Abzüge bei maximal 70 Prozent (nicht quantifizierbar)
  • Senkung Kapitalsteuer (- 2,7 Millionen Franken)
  • Anpassung der Dividendenbesteuerung bei natürlichen Personen mit qualifizierenden Beteiligungen auf 70 Prozent (+ 2 Millionen Franken)
  • Möglichkeit einer steuerfreien Aufdeckung stiller Reserven (Step-up) bei Austritt aus kantonalem Steuerstatus (- 0,1 Millionen Franken)
  • Erhöhung Kantonsanteil an Direkten Bundessteuer (+ 2,7 Millionen Franken)

In der Summe ergeben diese Massnahmen geplante Mehreinnahmen von 1,8 Millionen Franken. Wird die SV17 angenommen, ist ein Inkrafttreten der Massnahmen für das Jahr 2020 geplant. (pd/zim)