FLÜCHTLINGSTAG IN SARNEN UND STANS: Nahrung für Ohren und Magen

Am Flüchtlingstag in Stans fanden internationale Menüs eine hungrige Gästeschar, in Sarnen stillte eine tibetische Sängerin Hunger auf Musik.

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Eine internationale Crew lud in Stans zu einem Besuch im Bistro interculturel ein. (Bild Izedin Arnautovic/Neue NZ)

Eine internationale Crew lud in Stans zu einem Besuch im Bistro interculturel ein. (Bild Izedin Arnautovic/Neue NZ)

Mit strahlendem Sonnenschein machte das Wetter seine Aufwartung zum Nidwaldner Flüchtlingstag 2008 in Stans. Strahlende Gesichter auch bei Einheimischen und Asylbewerbern hinter dem Ess- und Trinkstand. Vielseitige Spezialitäten aus aller Welt zogen eine grosse, hungrige Gästeschar an. Mit Musik aus diversen Teilen Europas und Eigenkompositionen zauberte die Nidwaldner Gruppe Selenkus eine stimmungsvolle Atmosphäre her.

Grosses Interesse an weiteren Treffen dieser Art
Eingeladen haben der Frauenbund, die Nidwaldner Kirchen und das Amt für Asyl und Flüchtlinge. Nach der grossen Begeisterung für das Bistro interculturel vom 1. März zum Thema Brot und Rosen mit weit über 200 Teilnehmenden wollten die Organisatoren mit einem erneuten Anlass herausfinden, ob weiteres Interesse an solchen Begegnungen bestehe.

Bei Kaffee und Kuchen und einem filmischen Rückblick aufs erste Bistro kristallisierte sich bei Asylsuchenden und einheimischen Besuchern ein grosses Interesse an weiteren Treffen heraus. Themen wie Sport, Spiele und Tanz könnten Ansporn dazu sein.

«Ich verdanke der Schweiz sehr viel»
Die tibetische Künstlerin Dechen Shak-Dagsay eröffnet auf der Bühne in der Aula Cher in Sarnen ihren Liederbogen mit einem Reinigungsmantra, das die eigenen negativen Emotionen von allen im Saal aufheben sollte. In mehreren Liedern huldigt sie der «Erleuchteten» Tara. Die Schutzgöttin wird vor allem von Frauen sehr verehrt. Sie erbittet in ihrem Gesang Schutz von Emotionen wie Hass, Wut und Gier.

Im persönlichen Gespräch lobte die Sängerin unser Land: «Die Schweiz ist für uns Tibeter sehr wichtig. Sie war das erste Land Europas, das uns als Flüchtlinge 1957 auf genommen hat. Ich war drei Jahre alt und das erste Flüchtlingskind, das mit Familie in die Schweiz kam. Ich erzähle das überall auf der Welt. Der Schweiz verdanke ich sehr viel.» Sie sei hier gefördert und gleichzeitig bei der Pflege ihrer Wurzeln unterstützt worden.

Anita Lussi/Bernadette Kaufmann

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Obwaldner Zeitung.