Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

FLÜELI-RANFT: Bruder Klaus ist ein Publikumsmagnet

Niklaus von Flüe zieht Pilger von nah und fern an – im Gedenkjahr noch mehr als sonst. Viele davon besuchen ihn aber nicht wegen seines Heiligenstatus.
Matthias Piazza
Frauen und Männer aus dem Erzbistum Freiburg (D) pilgerten am 23. Juni ins Flüeli. (Bild: PD)

Frauen und Männer aus dem Erzbistum Freiburg (D) pilgerten am 23. Juni ins Flüeli. (Bild: PD)

Matthias Piazza

matthias.piazza@obwaldnerzeitung.ch

Mehr als 500 Männer und Frauen aus dem ganzen Erzbistum Freiburg (D) machten sich Ende Juni auf den Weg ins Flüeli, um den Wirkungsort des Einsiedlers und Nationalheiligen Niklaus von Flüe zu besuchen. Sie sind in grosser Gesellschaft. Im Gedenkjahr «600 Jahre Niklaus von Flüe» ist Flüeli-Ranft überdurchschnittlich stark besucht. «Die Wallfahrtsgruppen haben mehr Teilnehmer als in anderen Jahren», stellt Doris Hellmüller, Geschäftsleiterin der Bruder-Klausen-Stiftung, fest, welche die Reservationen entgegennimmt sowie die Führungen koordiniert und durchführt.

Manchmal kämen mehrere Gruppen gleichzeitig, auch unangemeldet, dann seien die Betreuer im Wohn- und Geburtshaus gefordert, um allen Besuchern den Zutritt in die Häuser zu ermöglichen. «Wenn ein Car mit 50 Leuten ankommt, kann es auch zu Wartezeiten kommen.» Käme hinzu, dass eine Reservation nicht zwingend und darum der Besucheraufmarsch nicht im Voraus präzise abschätzbar sei. Vor allem kleinere Gruppen und Einzelpersonen kämen oft unangemeldet ins Flüeli.

Gedenkjahr spricht breitere Kreise an

Auch habe das Pilgerjahr heuer schon im März und damit rund einen Monat früher als sonst angefangen. Ebenso sei die Zusammensetzung der Bruder-Klaus-Besucher heuer anders. «Das Gedenkjahr spricht breitere Kreise an – nicht nur jene, die in Bruder Klaus den Nationalheiligen sehen, sondern auch jene, die in ihm den Bauern und Familienvater erkennen.» Verstärkt trete auch Dorothee Wyss aus dem Schatten ihres Mannes. Auch wenn in diesem Jahr nicht mehr wie Mitte des 20. Jahrhunderts 100000 Menschen jährlich ins Flüeli kämen, erfreue sich der Pilgerort wieder zunehmender Beliebtheit – nicht nur wegen der starken Medienpräsenz im Gedenkjahr. «War die Weltlage schwierig, nahm die Zahl der Pilger zu», meint sie mit Blick in die Vergangenheit. Dank der Weitläufigkeit des Pilgerortes fänden Wallfahrer immer irgendwo einen stillen Ort.

Der Pilgerort Flüeli-Ranft mit Niklaus von Flüe als markante und geerdete Persönlichkeit eigne sich eben auch für weltlich orientierte Besucher als Ruheort zum Innehalten und Kraft schöpfen. «Aussagen von Niklaus von Flüe wie ‹ihr sollt aufeinander horchen, zuhören›, haben auch heute noch ihre Gültigkeit.»

Dafür sei auch der Ort ideal. «Es ist kein Pilgerort für die Schnelle. Man kann nicht mit dem Auto vorfahren, sondern muss sich die Zeit nehmen, zu Fuss die Pilgerstätte im Ranft zu besuchen.»

Was wird vom Gedenkjahr bleiben? «Der Wallfahrtsort wird im Bewusstsein der Leute wieder neu verankert sein und bis weit über die deutsche Sprachgrenze in die Welt hinausstrahlen», ist Geschäftsleiterin Doris Hellmüller überzeugt.

Nachfrage grösser als in anderen Jahren

Vom Gedenkjahr profitiert auch das Hotel Paxmontana. «Vor allem im Restaurationsbetrieb ist die Nachfrage grösser als in anderen Jahren», sagt Direktor Thomas Thürig. «Die Pilger essen bei uns zu Mittag.» Mai und Juni seien bisher die beiden Spitzenmonate gewesen. Nun, während der Sommerferien sei es etwas ruhiger. Die nächste Spitze (mit Übernachtungen) erwartet er im August und September, während des Visionsgedenkspiels.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.