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FLÜELI-RANFT: Das Bruder-Klaus-Dorf ist noch nicht so recht bereit für das Jubiläum

Nicht gerade von seiner besten Seite zeigte sich das Wetter am Todestag von Niklaus von Flüe. Und wer offene Restaurants suchte, rannte an. Es fehle wohl noch an der Absprache, heisst es auf Nachfrage.
Marion Wannemacher
Das Wohnhaus von Bruder Klaus. Es ist wie das Geburtshaus erst ab 1. April geöffnet. Bild: Corinne Glanzmann (Flüeli-Ranft, 9. März 2016)

Das Wohnhaus von Bruder Klaus. Es ist wie das Geburtshaus erst ab 1. April geöffnet. Bild: Corinne Glanzmann (Flüeli-Ranft, 9. März 2016)

Marion Wannemacher

marion.wannemacher@obwaldnerzeitung.ch

André Dörflinger ist Philatelist. Deshalb sind ihm Daten wichtig. Den 21. März hat er sich in seiner Agenda vorgemerkt. Es ist das Sterbedatum von Niklaus von Flüe. So machte er sich an diesem Tag von Steinhausen auf nach Flüeli-Ranft. Einen Kaffee wollte er trinken. «Aber Restaurants und Souvenirläden hatten zu, auch im Wohn- und Geburtshaus war niemand, obwohl der Parkplatz fast voll war», macht er seiner Enttäuschung Luft. Ein freundlicher Handwerker habe ihn dann zum «Klausenhof» geschickt. Und dort habe er auch seine Ansichtskarten gefunden, die er sich in der Post in Sachseln abstempeln liess.

Ist Flüeli-Ranft bereit für das gross angekündigte Jubiläumsjahr von Bruder Klaus? Florian Spichtig, Interims-Geschäftsleitungsmitglied von Obwalden Tourismus und Vizepräsident des Gemeinderats von Sachseln, zögert mit der Antwort: «Jein», sagt er . «Seit Jahren wird immer wieder darauf geachtet, dass in der Zwischensaison jeweils ein Restaurant geöffnet hat.» Das Flüeli sei aber vor allem auf die Sommersaison ausgerichtet. «Wichtig ist, dass man sich in diesem Jahr noch stärker abspricht und offen kommuniziert.»

Vorhandene Infrastruktur auslasten

Mit dem Start der Festlichkeiten müsse man beobachten, ob sich die Betriebe noch intensiver absprechen müssten und wie die vorhandene Infrastruktur ausgelastet werden könne. «Dazu werden wir mit den Betrieben das Gespräch suchen. Vorwürfe erachten wir aber nicht als angebracht, da gerade die kleineren Familienbetriebe nicht umgehend auf kurzfristige Gästescharen reagieren können.» Und auch ein Konzept für die Parksituation bei Grossanlässen müsse mit Feuerwehr, Gemeindedienst und Einheimischen umgehend ausgearbeitet werden. Dies habe die Aufführung der Jodlermesse am Todestag von Bruder Klaus gezeigt, an dem der neu gestaltete Platz und das ganze Flüeli total überlastet gewesen seien. Wichtig sei zu wissen, in welcher Reihenfolge Parkplätze besetzt und welche Wiesen nach Einwilligung der Eigentümer genutzt werden könnten.

Sowohl das Geburts- wie auch das Wohnhaus von Bruder Klaus hatten am 21. März, Niklaus von Flües Sterbetag, geschlossen. Beide Gedenkstätten öffnen erst am 1. April. «Gerne öffnen wir die Häuser auf Anfrage für Gruppen auch im Winterhalbjahr», sagt Doris Hellmüller, Geschäftsleiterin der Bruder-Klausen-Stiftung. Reservationen habe es für diesen Tag jedoch keine gegeben, sagt sie. Wohl aber Anfragen, wie der Todestag gefeiert werde. «Wir haben ihn mit drei Gedenkgottesdiensten in der Pfarrkirche Sachseln, in der Oberen Ranftkapelle und in der Kapelle im Flüeli gewürdigt», sagt Doris Hellmüller. Dazu hatte das Wallfahrtssekretariat das Faltblatt zum Gedenkjahr an 9500 Adressaten verschickt und in der Pfarrkirche Sachseln aufgelegt. An negativen Reaktionen sei ihr nichts zu Ohren gekommen, sagt Doris Hellmüller.

Geschlossen am 21. März hatte auch der Paxmontana-Kiosk, der erst an Palmsonntag, also eine Woche vor Ostern, öffnet. «Im Sinn der Dienstleistung für die Gäste steht es ausser Frage, den Kiosk zu öffnen. Doch unterm Strich sollte es sich auch wirtschaftlich lohnen. Ihn nur bei schönem Wetter zu öffnen, ist organisatorisch schwierig», sagt Thomas Thürig, Direktor des Hotels Paxmontana, das auch den Kiosk betreibt. Das Jubiläumsjahr bringe seinem Betrieb mehr Reservationen in beiden Restaurants, aber bislang nicht mehr Hotelbuchungen. Allerdings verkaufe sich das Paket zum Gedenkspiel mit Hotelübernachtung, Billettreservation, Essen und Shuttleservice sehr gut. «Seit zwei Wochen haben wir bereits 50 davon verkauft», freut sich Thürig. Für die speziellen Fest­tage erhofft er sich zusätzliche Übernachtungen. Für einen möglichen Massenansturm in den Restaurants habe man ein Notfallkonzept in petto. Dann gibt es Gerstensuppe mit Brot am Kiosk.

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