FLÜELI-RANFT: Eine Institution im Dienste der Jugend

Die Stiftung Juvenat hat mit Kantonsrat Franz Enderli einen neuen Präsidenten. Ihr Heim nimmt sich schwer erziehbarer Jugendlicher an.

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Franz Enderli, Stiftungsratspräsident der Stiftung Juvenat. (Archivbild Corinne Glanzmann/Neue OZ)

Franz Enderli, Stiftungsratspräsident der Stiftung Juvenat. (Archivbild Corinne Glanzmann/Neue OZ)

Der Kernser Kantonsrat Franz Enderli gehört seit 2004 dem Stiftungsrat Juvenat an und ist seit Januar dieses Jahres Stiftungsratspräsident. «Mein Engagement in dieser Stiftung basiert letztlich auf der Überzeugung, dass kein Mensch aufgegeben werden darf und jeder Ressourcen für einen Neuanfang hat. Wenn es uns mit gezielten Massnahmen gelingt, einen Jugendlichen in seiner Persönlichkeitsentwicklung zu stabilisieren und wieder auf die Spur zu bringen, dass er eine Berufslehre machen kann, dann haben wir als Gesellschaft sehr viel gewonnen.»

Beim Schul- und Therapieheim Juvenat handelt es sich um eine stationäre Jugendhilfeinstitution für psychosozial gefährdete Jugendliche, das heisst junge Menschen, die schwere Entwicklungsdefizite und Verhaltensauffälligkeiten aufweisen.

Defizite im Sozialen und in der persönlichen Entwicklung
Franz Enderli ist überzeugt, dass es diese Einrichtung trotz allen Integrations- und Eingliederungsbemühungen in der Volksschule braucht. Die 24 Jugendlichen des Juvenats, die aus verschiedenen Kantonen der Deutschschweiz kommen, sind schulisch normal begabte Jugendliche. Im Sozialen und in der persönlichen Entwicklung weisen sie aber schwere Defizite aus. Die Rückmeldungen der zuweisenden Behörden zeigen, dass am Juvenat mit der gewählten psychologischen Methode erfolgreiche Arbeit geleistet wird, betont der neue Stiftungsratspräsident.

Robert Schmitt, der Gesamtleiter des Juvenats, zeigt sich im Jahresbericht 2007 erfreut, dass nun die Voraussetzungen für die Anerkennung als Sonderschule durch den Kanton Obwalden erreicht sind. Er sieht darin eine wichtige Botschaft an die ausserkantonalen Schulbehörden: Es sei ihnen ein Anliegen, ihre heilpädagogischen und sozialpädagogischen Angebote sowohl als Erziehungsinstitution als auch als Sonderschule zu vernetzen, schreibt Schmitt im Jahresbericht.

Markus Villiger

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Obwaldner Zeitung.