FLÜELI-RANFT: Hirn aus – Navi ein: Bus landet auf Feldweg

Navigationsgeräte können gefährlich werden, wenn man ihnen blind vertraut. Einem italienischen Car-Chauffeur wäre dies auf dem Weg ins Flüeli-Ranft beinahe zum Verhängnis geworden.

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Die Feuerwehr Sachseln versucht den Car zu bergen. (Bild Kantonspolizei Obwalden)

Die Feuerwehr Sachseln versucht den Car zu bergen. (Bild Kantonspolizei Obwalden)

Nach Angaben der Kantonspolizei Obwalden ereignete sich der Vorfall am Sonntagabend um ca. 22.15 Uhr. Ein italienischer Chauffeur fuhr von Luzern her Richtung Flüeli-Ranft. Da er ortsunkundig war, verliess er sich ganz auf sein Navigationsgerät.

Fahrverbot übersehen
In Sachseln fuhr er dann auf Weisung seines Navigationsgerätes den kürzesten Weg Richtung Flüeli-Ranft via Allmendstrasse und Feldweg. Dass diese Strasse aber mit einem Fahrverbot belegt ist, übersah der Chauffeur. Als dann der Reisecar auf dem Feldweg oberhalb des Emmetti die dortige Haarnadelkurve nicht mehr passieren konnte, versuchte der Chauffeur rückwärts zu fahren. Dabei geriet er rechts von der Strasse ab. Bevor der Reisecar den Abhang hinunter rutschte, respektive sich überschlug, konnte der Car gestoppt werden und die Fahrzeuginsassen konnten das Fahrzeug unverletzt verlassen. Die aufgebotene Stützpunktfeuerwehr Sarnen konnte in der Folge das Fahrzeug vorerst sichern und die Passagiere in ihr Hotel nach Flüeli-Ranft überführen.

Zweistündige Bergung
In einer gut zwei Stunden dauernden Bergung wurde der Reisecar durch die Stützpunktfeuerwehr und die Korporation/ Forst Sachseln ohne grössere Beschädigungen geborgen. Durch den Vorfall entstand geringer Sach- und Landschaden. Nach einer technischen Kontrolle wurde das Fahrzeug durch die Kantonspolizei wieder für den Verkehr freigegeben. Der verantwortlichen Chauffeur musste vor Ort eine Kaution bezahlen und wird ans Verhöramt Obwalden verzeigt.

rem